Ex-FCZ-Fussballer Stanic wegen Verkehrsdelikten verurteilt

Porträt von Stanic im 2006

Porträt von Stanic im 2006

Der Verteidiger des ehemaligen FCZ-Fussballers Kresimir Stanic legt gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom Mittwoch Berufung ein. Dies erklärte er gegenüber verschiedenen Radiostationen.

Das Gericht hatte den ehemaligen Stürmer wegen vorsätzlicher grober Verletzung der Verkehrsregeln und Fahrens in fahrunfähigem Zustand zu einer vergleichsweise milden Strafe verurteilt: Eine bedingte Geldstrafe von 100 Tagessätzen à 120 Franken sowie eine Busse von 1000 Franken.

Verteidiger Carlo Häfeli will das Urteil nun an das Obergericht weiterziehen. Dabei gehe es vor allem um die Qualifikation "vorsätzlich". Dies habe versicherungstechnische Auswirkungen für seinen Mandanten.

Staatsanwalt Jürg Boll kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen, ob er das Urteil weiterziehen will. Zuerst wolle er die Urteilsbegründung lesen, sagte er auf Anfrage. Bis diese vorliegt, kann es mehrere Wochen dauern. Aus jetziger Sicht würde er das Urteil aber akzeptieren, sagte Boll weiter.

Stanic selbst hatte am Mittwoch erklärt, er sei froh, dass das Ganze vorbei sei. Er wolle nun in die Zukunft schauen.

Der Fussballprofi war im September 2006 in Zürich betrunken und viel zu schnell in einen Findling gerast. Er wurde dabei schwer verletzt und kann seither nicht mehr als Fussballer tätig sein.

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