Urdorf

Ex-CS-Banker Agustoni: «Ich will in dieser Sache standhaft bleiben»

Emanuel Agustoni ist als ehemaliger CS-Banker angeklagt.  fuo

Emanuel Agustoni ist als ehemaliger CS-Banker angeklagt. fuo

Die USA werfen FDP-Präsident Emanuel Agustoni Anstiftung zu Steuerbetrug vor. Dieser weist die Vorwürfe von sich und will auch als Parteipräsident im Amt bleiben. Die USA wollten mit dieser Aktion Druck auf die Schweiz ausüben, so Agustoni.

Emanuel Agustoni, Präsident der FDP Urdorf und Präsident der Rechnungsprüfungskommission Urdorf, wird in Amerika angeklagt. Es laufen Anklagen wegen Anstiftung zu Steuerbetrug gegen vier ehemalige oder aktuelle Banker der CS, wie die az Limmattaler Zeitung gestern mitteilte. Die Deliktsumme wird von den Behörden auf drei Milliarden Dollar geschätzt.

Einer dieser vier Personen ist laut «Blick» der Urdorfer Agustoni. Er war einst CS-Banker, ist heute aber selbstständig und arbeitet in Dietikon in seiner Firma Golden Eagle Services beim Bahnhof.

Wie Agustoni auf Anfrage der az Limmattaler Zeitung erklärte, sei für ihn gesetzmässig und moralisch alles in Ordnung. Die Anklageschrift sei ein Riesengebastel, in das man möglichst viel reingepackt habe. «Ich bin Vermögensverwalter, nicht Steuerberater. Der Kunde entscheidet selber, was er macht. Mit Steuerbetrug habe ich nichts zu tun.» Die USA wolle mit dieser Anklage Druck auf die Schweiz ausüben und Leute kriminalisieren. Er stehe aber senkrecht und habe nichts zu verstecken.

«Absolut weitermachen»

Welche Auswirkungen haben die Anschuldigungen auf seine politischen Ämter? «Ich sehe absolut keinen Grund, aufzuhören, ich werde absolut weitermachen.» Er habe von seinen Parteikollegen viel Zuspruch erhalten», erklärte Emanuel Agustoni. Denn: «Nach Schweizer Auffassung habe ich mir nichts vorzuwerfen. Ich habe Verantwortung wahrgenommen und will standhaft bleiben, obwohl die Sache unangenehm ist. Ich bleibe Präsident der FDP und der RPK."

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