EU-Staaten einigen sich auf gemeinsames Vorgehen in der Opel-Krise

Beleuchtetes Opel-Logo

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Im Kampf gegen die Krise beim US-Autobauer General Motors (GM) und dessen europäischen Töchtern wie Opel wollen die betroffenen EU-Länder geeint auftreten. Auf nationaler Ebene werde es keine Rettungsmassnahmen ohne vorherige europäische Koordinierung geben.

Dies vereinbarten Spitzenvertreter von zwölf Mitgliedstaaten in Brüssel bei einem Krisentreffen in der EU-Kommission. Wie die EU-Behörde mitteilte, informierten der Vize-Chef von GM, Fritz Henderson, und Europa-Chef Carl-Peter Forster über die Lage des Autobauers. Es handelte sich um ein erstes europäisches Treffen dieser Art in der Opel- und General-Motors-Krise.

Der deutsche Industriekommissar Günter Verheugen und seine für Wettbewerb verantwortliche Kommissarskollegin Neelie Kroes pochten darauf, dass bei möglichen Hilfen für GM-Töchter in Europa die Wettbewerbsregeln eingehalten werden müssen. Das bedeutet, dass die freie Konkurrenz mit Stützen für einzelne Unternehmen nicht beeinträchtigt werden darf.

Die deutschen Werke in Bochum und Eisenach sind laut Medienberichten durch die Schieflage des GM-Konzerns besonders gefährdet, ebenso die Fabrik im belgischen Antwerpen. Daneben hat GM Standorte unter anderem in Grossbritannien, Polen und Spanien. Das Werk in Portugal produziert nach Angaben der Rüsselsheimer Opel-Zentrale schon seit längerem nicht mehr.

Der US-Branchenführer GM kann derzeit nur mit staatlichen Notkrediten überleben und ist ohne neues Geld in wenigen Wochen pleite. Zur Sanierung plant GM weltweit den Abbau von 47 000 Jobs. Deshalb ist auch die Zukunft der schwedischen Tochter Saab, Vauxhall in Grossbritannien, aber auch Opel in Deutschland ungewiss. GM bemüht sich derzeit um 3,3 Milliarden Euro staatliche Hilfen in Europa.

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