Ethos kritisiert Entschädigungspolitik bei Novartis

Vasella, Grossverdiener bei Novartis

Vasella, Grossverdiener bei Novartis

Die Anlagestiftung Ethos macht im Vorfeld der Generalversammlung des Basler Pharmakonzerns Novartis vom 24. Februar Druck. Novartis habe bei den Entschädigungen und Boni Probleme mit der Transparenz. Es scheine keine Limiten nach oben zu geben.

"Wenn man weiss, dass die Nummer eins (hier: Daniel Vasella) dreimal mehr verdient als die Nummer zwei, dann stimmt etwas nicht in einem Unternehmen", sagte Ethos-Direktor Dominique Biedermann in einem Interview mit der Zeitung "Cash".

Seit drei Jahren diskutiere Ethos mit Novartis über die Lohnpolitik, und dies nicht nur an den Generalversammlungen. Die Gespräche hätten bisher zu keiner Einigung geführt. Daher setze sich Ethos an der kommenden Novartis-GV erneut für ihre Ziele ein.

Ethos wirft dem Novartis-Management in Sachen Entschädigungen und Boni mangelnde Transparenz sowie undurchsichtige Strukturen und Kompetenzen vor. Die Verständlichkeit sei schlecht. Es scheine keine Limiten nach oben zu geben.

"Wir erwarten an der Novartis-GV eine grosse Unterstützung", sagte Biedermann weiter. "Ein Resultat wie bei Nestlé wäre schon ein grosses Signal". An der Nestlé-GV im Jahre 2005 hatte Ethos mit ihrem Antrag, das Doppelmandat von Peter Brabeck sei abzuschaffen, mit 35 Prozent aller Stimmen einen Achtungserfolg erzielt.

Der Novartis-Verwaltungsrat müsse jetzt handeln. In einem Jahr komme es zur Wiederwahl mehrerer VR-Mitglieder, darunter Präsident Vasella. Der Anteil institutioneller Investoren sei bei Novartis mit rund 80 Prozent hoch, gibt Biedermann zu bedenken.

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