Basel

Essen in Basler Trams darf nicht gebüsst werden

Keine Bussen, aber Bezahlen für Verschmutzungen: Essen und Trinken in Basler Trams.

Essen in öffentlichen Verkehrsmitteln

Keine Bussen, aber Bezahlen für Verschmutzungen: Essen und Trinken in Basler Trams.

Wer in Trams der Region Basel isst und trinkt, kann nicht gebüsst, wohl aber für Verschmutzungen zur Kasse gebeten werden: Das hat das Bundesamt für Verkehr (BAV) klargestellt. «Nichts Neues», hiess es dazu beim Tarifverbund.

Bei den Basler Verkehrs-Betrieben (BVB) und der Baselland Transport AG (BLT) besteht seit Jahren ein Ess- und Trinkverbot in Trams und Bussen. Seit April bitten sie Verschmutzer mit 20 respektive 40 Franken zur Kasse. Dagegen wehrte sich ein Fahrgast aus Binningen, worauf nun das BAV reagierte.

In einem Schreiben an BVB und BLT hält das BAV fest, dass diese gemäss Transportgesetz keinen Geldzuschlag von Fahrgästen verlangen dürften, die sie beim Essen und Trinken erwischen. Bussen wären zudem Sache eines Gerichts.

Ebenfalls klar machte das BAV aber, dass es Verkehrsbetrieben freigestellt sei, Ess- und Trinkverbote zu erlassen. Und es finde "das Bestreben der Transportunternehmen richtig, dass derjenige, der ein Fahrzeug verunreinigt, auch für die Kosten der Reinigung aufkommen soll".

Erhoben werden dürfe aber nur ein Betrag, der die tatsächlichen Reinigungskosten im Einzelfall nicht übersteige. Das BAV bittet BVB und BLT auch, dies künftig klarzustellen.

BLT-Direktor Andreas Büttiker, zuständig auch für den Tarifverbund Nordwestschweiz (TNW), zeigte sich auf Anfrage nicht überrascht: Das BAV-Schreiben enthalte Angaben, die bekannt seien. Er sei aber "froh um die Klärung", da es in der Öffentlichkeit Missverständnisse gegeben habe.

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