EuroAirport
Es wird wieder weniger geflogen

Nur noch 81 118 Flugbewegungen auf dem Basler EuroAirport im vergangenen Jahr: Das sind rund 1000 weniger als 2007.

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Air Berlin

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Birgit Günter

Der Basler EuroAirport hat im vergangenen Jahr weniger Starts und Landungen verzeichnet als in den Vorjahren. Insgesamt waren es noch 81 118 Flugbewegungen. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 waren es 82 024 gewesen; im 2006 81 865. Der Anteil des Sektors Süd - der die Schweiz betrifft - hat sich nicht verändert und beträgt weiter 43 Prozent.

Wie die Flugbewegungen bleiben die Passagierzahlen leicht unter dem Vorjahresniveau - damals war allerdings auch ein historischer Höchststand erzielt worden. Im vergangenen Jahr haben nun 4,26 Millionen Passagiere den EuroAirport benutzt; 2007 waren es 4,27 Millionen gewesen.

Die Regierungen der beiden Basel sind mit dem Bericht und der Entwicklung des Flughafens zufrieden. Ein Kritikpunkt ist allerdings der Anteil der Südlandungen: Dieser lag bei 8,9 Prozent (2007: 6 %) und somit über der Grenze von 8 Prozent - was bedeutet, dass sich die Luftfahrtbehörden der Schweiz und Frankreichs zusammensetzen müssen, um die Zahl zu senken.

Dies werde auch getan, sagt Michael Bammatter, Generalsekretär der Baselbieter Finanzdirektion. Die Südanflüge mögen zwar für die Betroffenen mühsam sein, der EuroAirport halte die Spielregeln aber ein, betont er. Die Witterung - sprich: die vielen Nordwind-Lagen - hätten zu den vielen Südanflügen geführt.

Betriebszeiten werden überprüft

Der Fluglärm betrifft laut Bericht weiter mehrheitlich den Norden (54 % aller Bewegungen). Auch in der Nacht werde der Verkehr hauptsächlich via Norden abgewickelt: 85 % aller Starts und Landungen gehen über das Elsass. Insgesamt haben die Nachtflugbewegungen leicht zugenommen. Abgenommen haben sie jedoch in der Zeit zwischen 22 und 23 Uhr.

Der EAP hat im Sommer 2008 eine Überprüfung der Betriebszeiten veranlasst, weil Vorstösse in den Parlamenten der beiden Halbkantone eine längere Nachtruhe fordern. Resultate stehen noch aus. Bammatter gibt zu bedenken, dass gerade die Wirtschaft aber solche «Randverbindungen» fordert: «Geschäftsleute wollen morgens früh abfliegen und abends spät heimkehren.»

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die schlechte Nutzung der Ost-West-Piste: Hier ist die Quote erneut gesunken, und zwar von 6,4 im Jahr 2007 auf 5,5 Prozent - und ist damit meilenweit entfernt von den beim Bau abgemachten 20 bis 25 Prozent. Für die heutigen, grösseren Flugzeuge sei die Piste aber zu kurz und darum zu wenig sicher, folgern die Regierungen der beiden Basel. Der Bericht kommt nun vor die beiden Parlamente.

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