Silvesterpredigt

«Es wird besser sein, wenn es keine Menschen mehr gibt, die wegschauen»

Papst Franziskus appelierte in seiner Silvesterpredigt an die Menschlichkeit und an die gegenseitige Solidarität. Er forderte dazu auf, sich für die Schwächeren der Gesellschaft einzusetzen und sich einzumischen.

In der Silvestervesper hat Papst Franziskus dazu aufgerufen, dort hinzuschauen, wo Menschen in Schwierigkeiten stecken. Er forderte mehr Menschlichkeit und Nächstenliebe. «Wir sollten uns mutig fragen: Wie haben wir die Zeit verbracht, die Gott uns geschenkt hat? Haben wir sie vor allem für uns selbst verwendet oder haben wir es geschafft, sie auch für die anderern einzusetzen», dies sagte der Papst bei seiner Rede am 31. Dezember im Petersdom in Rom.

Gerade in Rom, wo viele Touristen, aber auch viele Flüchtlinge und Arbeitslose leben würden, müsse jeder gleich behandelt werden. Für Christen, so der Papst, sei jeder Augenblick unwiederbringlich, sie würden immer in «ihrer letzten Stunde» leben. «Das Rom des neuen Jahres wird besser sein, wenn es keine Menschen mehr gibt, die wegschauen, die sich nicht in die menschlichen Probleme einmischen, Probleme von Männern und Frauen, die - ob wir es wollen oder nicht - unsere Brüder sind», so der 78-jährige Argentinier.

Der Dankgesang «Te Deum» wurde im Rahmen der Vesper gesungen. Im Anschluss an die Messe wollte Papst Franziskus die Krippe auf dem Petersplatz besuchen. (az)

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