Unheimlich
Es sieht erst ganz harmlos aus – doch dann werden diese Skifahrer von der Staublawine einverleibt

Die Freerider beobachten noch, wie die Staublawine Richtung Tal kriecht. Doch plötzlich schiesst die geballte Ladung Pulverschnee den Hang hinauf und erfasst die beiden.

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Der Südfranzose Rafael Prieto Herrera und sein Kollege sind abseits der Pisten in der Region La Grave unterwegs, als sich an einem gegenüberliegenden Hang eine Lawine aus Pulverschnee löst.

«In der Nacht vor unserer Tour hat es rund 40 Zentimeter Neuschnee gegeben», schreibt Herrera auf Youtube.

Wie eine vom Himmel gefallene Wolke

Dort hat er ein Video hochgeladen, das zeigt, was dann passiert. Erst sieht alles recht harmlos aus, die Lawine scheint wie eine vom Himmel gefallene Wolke und bewegt sich langsam, aber doch immer grösser werdend in Richtung Tal.

Kurz nachdem die Staublawine die Talsohle erreicht hat, wird den beiden klar, dass sie in Gefahr sind. Die Pulverschneewolke – inzwischen auf beachtliche Ausmasse angewachsen – schiesst den Hang hinauf auf die beiden zu.

Sie ducken sich, die Kamera läuft weiter

Sie ducken sich, die Kamera läuft weiter und zeigt, wie beängstigend die Situation sein muss: Die Skifahrer werden total von dem Pulverschnee eingehüllt.

Eine Staublawine kann Geschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern erreichen und bringt grosse Luftdruckschwankungen mit sich. Gelangt das Schnee-Luft-Gemisch in die Lunge, kann das zu Erstickung führen.

Verletzt wurde in diesem Fall niemand. «Aber es war ein ganz schön furchteinflössendes Erlebnis», so Herrera. (smo)