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Es fährt kein Bus nach Altenburg

Bus in den Brugger Westen: Alles bleibt beim Alten. (Archiv/Walter Schwager)

Bus Brugg

Bus in den Brugger Westen: Alles bleibt beim Alten. (Archiv/Walter Schwager)

Entgegen den Erwartungen wird der Bus auf der Route vom Bahnhof in den Bodenacker auch nach dem Fahrplanwechsel keine Schleife durch Altenburg drehen.

Louis Probst

«Wir sind nach einem Gespräch mit den Behörden der Stadt Brugg so verblieben, dass die Buslinie vom Bahnhof in den Bodenacker so bleibt, wie sie ist, bis man weiss, wie es künftig mit der Schule im Steiger weitergehen wird und wie sich die Frequenzen entwickeln», sagt Jürg Bitterli von der Abteilung Verkehr im Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Damit wird das Quartier Altenburg auch künftig nicht durch einen Bus erschlossen, wie das vom Seniorenrat der Stadt Brugg im März dieses Jahres auf Begehren aus dem Quartier hin angeregt worden war.

Vielversprechender Versuchsbetrieb

Zwar war im Juni ein Versuchsbetrieb durchgeführt worden. Dabei war während dreier Wochen bei der so genannten «Gwagglibrücke» eine provisorische Haltestelle von Montag bis Freitag, jeweils am Morgen und am Nachmittag, mit je einem Kurs in beiden Richtungen bedient worden. Während der drei Wochen dauernden Versuchsphase konnte das Passagieraufkommen, auch im Vergleich zu dem an den anderen Haltestellen der Linie, als gut bezeichnet werden. Weil zudem auch die Länge der Strecke trotz dem Umweg über Altenburg nur wenige hundert Meter länger geworden wäre, sah es, wie das auch von der Postauto Schweiz AG erklärt worden war, um die Institutionalisierung der Routenänderung nicht so schlecht aus. Daraus ist jetzt allerdings nichts geworden.

Route lebt - und stirbt - mit der Schule

«Wir haben auch die Erschliessungspotenziale abgeklärt», sagt Jürg Bitterli. «Dabei haben wir festgestellt, dass im Einzugsgebiet der bestehenden Haltestelle Unterführung 565 Einwohner leben und im Einzugsgebiet einer Haltestelle Altenburg 487 Personen. Damit wird die Linie durch den Umweg nicht attraktiver.» Jürg Bitterli gibt aber auch zu bedenken: «Diese Linie lebt von der Schule.» Bis jetzt sei sie denn auch vor allem durch die Schülerinnen und Schüler des Berufs- und Weiterbildungszentrums im Steiger alimentiert worden. Inzwischen sei aber diese Schule verlegt worden. Allerdings wird vom Februar des kommenden Jahres an ein Teil der Berufsfachschule für Gesundheit und Soziales im Steiger einziehen. Daher wolle man abwarten, wie sich die Nachfrage entwickelt.

Beim Seniorenrat - und wohl auch bei einigen Bewohnerinnen und Bewohnern des Ortsteils Altenburg - hat man den Verzicht auf die Schleife mit Bedauern zur Kenntnis genommen.

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