Brandanschlag

Erste Zeugen nach Anschlag auf Vasellas Haus befragt

Haus Vasellas nach Brandanschlag

Haus Vasellas nach Brandanschlag

Nach dem Brandanschlag auf das Jagdhaus von Novartis-Chef Daniel Vasella im Tirol hat die Polizei erste Zeugen befragt. Konkrete Erkenntisse liegen allerdings noch nicht vor, wie Walter Pupp, Leiter des Tiroler Kriminalamtes, auf Anfrage sagte.

Die Ermittlungen würden weitergeführt, sagte Pupp. Bereits aufgenommen hat die Tiroler Landespolizei eine Spur, die zur militanten internationalen Tierschutzorganisation SHAC führt. Stop Huntingdon Animal Cruelty (SHAC) setzt sich vor allem gegen Tierversuche zur Wehr.

Auch die Kantonspolizei Graubünden, die im Falle der Schändung des Grabes von Vasellas Eltern ermittelt, steht noch ohne handfeste Erkenntnisse da. "Auch die gestohlene Urne der Mutter haben wir noch nicht wieder", sagte Polizeisprecher Daniel Zinsli auf Anfrage.

Zinsli bestätigte zudem eine Meldung der Zeitung "Südostschweiz", wonach beim geschändeten Grab zwei Holzkreuze mit Aufschriften gefunden wurden. Über den Inhalt der Aufschrift wollte Zinsli keine Angaben machen.

Nach den jüngsten Anschlägen reagiert nun die Pharmabranche. In der Zuger Niederlassung des Konzerns AstraZeneca wurden die Sicherheitsmassnahmen erhöht, wie Firmensprecher Rolf Zwygart einen Bericht der Westschweizer Zeitung "24 Heures" bestätigte. Der britische-schwedische Pharmariese gehört wie Novartis zu den Hauptfeinden von SHAC, wie die Organisation auf ihrer Internetseite deutlich macht.

Interpharma, der Verband der Pharmaindustrie, führe zurzeit informelle Gespräche mit Behörden auf kantonaler und nationaler Ebene, sagte Verbandssprecher Thomas Cueni auf Anfrage. Sein Verband fordere ein Rayonverbot und generell ein härteres Vorgehen gegen militante Tierschützer.

Der Sprecher von Novartis, Satoshi Sugimoto, hingegen hielt sich bedeckt. Die Sicherheit habe aber für das Unternehmen einen hohen Stellenwert.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1