Wie erwartet kam für den 41-jährigen Luxemburger in der Nationalmannschaftspause das Ende als Coach des FC Aarau. Saibene legte mit dem FCA einen miserablen Saisonstart hin. In 12 Runden holten die Aargauer bloss fünf Punkte. Nach dem Auftaktsieg gegen GC (1:0) gewann Saibene in zehn Spielen nur noch zwei Zähler.

Damit ist beim FC Aarau das Experiment gescheitert, den (geborenen) Assistenten zum Chef zu machen. Saibene hatte einst Urs Schönenberger im FC Thun zur Seite gestanden, danach - und nach einem kurzen Intermezzo als Interimstrainer im Berner Oberland - war er bei Aarau während zwei Saisons Co-Trainer von Ryszard Komornicki. Nachdem sich Komornicki zum Ende der letzten Saison mit den Klubverantwortlichen überworfen hatte, wurde Saibene ins Amt des Cheftrainers gehievt.

Martin Andermatt (47) war seit seiner Entlassung bei YB vor 14 Monaten ohne Klub. Der 11-fache Schweizer Internationale führte YB 2007/2008 auf den 2. Platz, war aber in den Augen der YB-Führung verantwortlich dafür, dass die Berner nicht den ersten Titel seit 1987 gewannen. In der "Finalissima" gegen den FC Basel hatte YB eine desolate Leistung abgeliefert (0:2).

Als darauf der Start zur folgenden Saison harzig verlief, wurde Andermatt nach drei Runden mit einem Punkt und nach einem torlosen Remis gegen den späteren Absteiger Vaduz entlassen. Nun hat der Zuger keine einfache Mission zu erfüllen. Er muss den bescheidenen FC Aarau zum Klassenerhalt führen. Gelingt ihm das nicht, geht er als der Coach in die (Klub-)Geschichte ein, der mit dem FCA nach 29 Jahren NLA- bzw. Super-League-Zugehörigkeit abgestiegen ist.

Ein wegweisendes Spiel steht bereits am kommenden Samstag an: Aarau empfängt den Zweitletzten Bellinzona. Verlieren die Aargauer auch gegen die Tessiner, beträgt der Rückstand auf den Barrage-Platz 9 bereits sieben Punkte. Der Einstand ist Andermatt zumindest resultatmässig gelungen: Der FCA gewann wenige Stunden nach der Präsentation des neuen Trainers ein Testspiel gegen Challenge-League-Verein Wohlen 4:2.