Erst Worte, dann Taten

Anlässe in Kleindöttingen zur Kampagne «Stoppt den unfairen Handel»

Drucken
Teilen
Erst Worte, dann Taten

Erst Worte, dann Taten

Können wir mit ruhigem Gewissen Fleisch essen, wenn dafür Urwälder abgeholzt und Menschen vertrieben werden? Wann ist die Schmerzgrenze im eigenen Geldbeutel erreicht, wenn es darum geht, Fairtrade-Produkte zu kaufen?

Viele solcher Fragen wurden an der Tischrunde über fairen Handel am vergangenen Mittwoch im Zentrum der Antoniuspfarrei Kleindöttingen von kirchlich Engagierten und anderen Interessierten diskutiert.

Eifrige Diskussionen

Im Austausch mit Thomas Gröbly, Dozent für Ethik an der Fachhochschule Nordwestschweiz, mit Jules Rampini-Stadelmann, Theologe und Biobauer, mit Yolanda Roggo, Kommunikationsverantwortlichen von Claro Fairtrade AG, und mit Thomas Bieri von der Alternativen Bank Schweiz war es den Organisatorinnen gelungen, kompetente Fachpersonen an die Tische zu holen. Im Laufe der zweistündigen Veranstaltung wurde versucht, Wege und Umwege zu fairem Handeln aufzuzeigen.

Carmen Frei, Redaktionsleitung Pfarrblatt «Horizonte», moderierte den Anlass. Für die Organisation verantwortlich zeichneten Claudia Nothelfer vom Fachbereich «solidarisch handeln» der röm-kath. Kirche im Aargau und die Weltgruppe der Antoniuspfarrei. Bei der Durchführung des Abends halfen zehn Oberstufenschülerinnen und -schüler mit, welche sich im Rahmen ihres Religionsunterrichts bereits mit Fragen des fairen Handels auseinandergesetzt hatten.

Suppe für den guten Zweck

Den Worten am Mittwoch folgten am Sonntag auch die Taten. Im Gottesdienst wurde nicht nur gebetet und gesungen, sondern auch geteilt. Gemeindeleiterin Christina Burger stellte Geschichten und Gedanken über faires und unfaires Handeln heute den Botschaften aus der Bibel gegenüber. Anschliessend lud der Pfarreirat zum Suppenzmittag ins Zentrum ein. An hübsch gedeckten Tischen genossen Gross und Klein die Bewirtung mit feiner Suppe aus der «Aarhof»-Küche, das Fastenbrot vom Dorfbäcker und die gespendeten Fruchtsalate.

An den Tischen wurde lebhaft diskutiert über Gott und die Welt, über fairen und unfairen Handel. Da die Sonntage vom Fasten ausgenommen sind, lagen auch ein Gläschen Wein und ein Kaffee drin. Drei Oberstufenschülerinnen verkauften am Claro-Stand Waren aus fairem Handel und trugen so zur Unterstützung des Projekts Sally Ann bei. Sally Ann ist ein Markenzeichen für Textilwaren aus Pakistan. Es steht für gerechten Handel, faire Löhne und Arbeitsbedingungen. Die reformierten und katholischen Kirchgemeinden von Klingnau, Döttingen und Kleindöttingen unterstützen mit verschiedenen Anlässen in dieser Fastenzeit gemeinsam dieses Projekt, das von der Heilsarmee Schweiz und von Brot für alle getragen wird.

Weitere Informationen darüber können den Websites der Pfarreien, dem Hilfswerk Brot für alle und der Heilsarmee Schweiz entnommen werden. (cr)

Aktuelle Nachrichten