«Ersatz für dieses Gebiet wäre schön»

Täglich auf der Insel unterwegs Nicole Nyffenegger und Sandra Büttiker. (Fotos: Toni Widmer)

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Täglich auf der Insel unterwegs Nicole Nyffenegger und Sandra Büttiker. (Fotos: Toni Widmer)

Nicole Nyffenegger und Sandra Büttiker hoffen auf Ersatz. Ein Platz, wo sich die Hunde austoben und die «Hündeler» unter sich sein können.

«Wir betreuen neben unseren eigenen Tieren auch Ferien- und Tageshunde und sind täglich meistens zweimal mit sechs bis zehn Hunden hier unterwegs», sagen Nicole Nyffenegger aus Hunzenschwil und Sandra Büttiker aus Schlossrued. Für die beiden Tierfreundinnen, welche auf artgerechte Haltung sehr grossen Wert legen, lohnt sich die immerhin rund 15 Kilometer lange Anfahrt auch mehrmals täglich: «Hier finden wir das einzige noch verbliebene Paradies für Hunde, das wir kennen. Wir können unsere Tiere nicht auf den Feldern laufen lassen, denn das stört die Bauern. Und wir können sie auch nicht im Wald laufen lassen, denn das stört die Jäger. Hier in Rupperswil hat es zwar auch eine Verbotstafel, aber weil es kein Wild im Wald gibt, wird das freie Laufenlassen toleriert.

Schön ist auch, dass sich hier Hunde und Halter untereinander kennen und die Tiere miteinander spielen können. Sie können ihr Temperament ausleben, was bei einer artgerechten Hundehaltung sehr wichtig ist. Wenn sich hier künftig viel mehr Leute aufhalten, der Weg durchgehend ist und auch Biker unterwegs sind, geht dieses Paradies verloren. Die Toleranz der Leute gegenüber den Hundehaltern hat in den vergangenen Jahren stark abgenommen. Besonders wer mit mehreren Tieren unterwegs ist, wird oft angepöbelt, auch wenn die Hunde korrekt an der Leine sind. Uns wurde schon da und dort erklärt, wir seien unerwünscht und sollten uns davon machen. Obwohl wir immer Rücksicht auf andere Leute nehmen und dort, wo Spaziergänger und Biker unterwegs sind, unsere Hunde an der Leine führen. Vielleicht überlegen sich die Leute beim Kanton, ob man Ersatz für dieses Gebiet hier schaffen kann. Räume, in denen die Hündeler unter sich sein und ihre Tiere sich austoben lassen können. Im Kanton Zürich ist beispielsweise ein Waldstück für Hundehalter reserviert, damit sich die Tiere austoben können und niemanden stören. Das wäre angesichts der zunehmenden Hundefeindlichkeit auch im Aargau eine gute Lösung.»

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