Hai-Attacke
Erneuter Hai-Angriff auf Hawaii: 16-jähriger Surfer wird schwer verletzt

Wieder hat ein Hai auf Hawaii zugebissen, obwohl dort Hai-Attacken normalerweise selten sind. Ein 16-Jähriger musste mit Beinverletzungen ins Spital.

Michael Wehrle
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Opfer einer Hai-Attacke: Jimmy «Ulu Boy» Napeahi

Opfer einer Hai-Attacke: Jimmy «Ulu Boy» Napeahi

screenshot/hawaiinewsnow.com

Vor wenigen Tagen verlor eine 20-jährige Deutsche beim Schnorcheln vor der Küste Maui ihren rechten Arm. Am Sonntagnachmittag griff ein rund 2,40 Meter langer Hai beim Strand Pohoiki Beach auf der Hauptinsel Big Island einen 16-Jährigen Surfer an und biss ihn in beide Beine, schreibt «Bild.de.» unter Berufung auf «hawaiinewsnow.com».

Laut Mitgliedern der Familie heisst der Junge Jimmy «Ulu Boy» Napeahi. Sein Onkel erklärte, es gehe dem Opfer den Umständen entsprechend gut. Der Junge habe Fleischwunden an beiden Beinen.

Ein Rettungsschwimmer hatte den Verletzten entdeckt und ihm die Beine abgebunden. Er wurde zur Feuerwache nach Pahoa gebracht und von dort mit dem Helikopter ins Spital nach Hilo geflogen, der grössten Stand der Insel. Der Strand wurde ebenso geschlossen wie Hapuna Beach, wo auch ein Hai gesehen wurde. Sollten keine weiteren Haie mehr gesichtet werden, wollen die Verantwortlichen heute Mittag (Ortszeit) die Strände wieder öffnen.

Einarmige Surferin will Mut machen

Der Zustand der Frau aus Deutschland ist inzwischen stabil, obwohl sie viel Blut verloren hatte. Sie liegt im Memorial Medical Center, ihre Familie ist bei ihr. Unterstützung erhält sie auch von der Hilfsorganisation der Surferin Bethany Hamilton, die ebenfalls einen Arm bei einer Hai-Attacke verlor.

Bethany Hamilton Bethany Hamilton surft wieder (Archiv)

Bethany Hamilton Bethany Hamilton surft wieder (Archiv)

Keystone

Hamilton hat der Verletzten eine signierte deutsche Ausgabe ihres Bestsellers «Soul Surfer» ins Krankenhaus geschickt. Die Woche will die Organisation Vertreter ans Krankenbett schicken. Mitglieder der Stiftung haben Kontakt zur Deutschen aufgenommen und sich nach ihrem Gesundheitszustand erkundigt. «Ich habe gehört, dass sie viel Blut verloren hat und ihr Zustand kritisch war», zitiert die Webseite «hawaiinewsnow.com» die Leiterin der Organisation, Katie Ancheta.

Sie will Mut machen: «Es gibt noch so viel, was das Leben bereit hält, auch nach dem Verlust eines Körperteils. Auch nach einer solchen Attacke kann man ein erfülltes Leben haben.» So wie die Begründerin der Stiftung, die nun 23-jährige Bethany Hamilton, die vor zehn Jahren ein ähnliches Schicksal erlitt - und nie aufgab. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, andere Opfer von Hai-Attacken zu unterstützen.

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