Erneut Temperaturrekord: Minus 33,1 Grad in La Brévine

Schlittschuhlaufen in La Brevine NE

Schlittschuhlaufen in La Brevine NE

Heute Morgen ist in der Schweiz erneut ein Kälterekord gemessen worden: In La Brévine im Kanton Neuenburg erreichten die Temperaturen um kurz vor 7 Uhr minus 33,1 Grad, wie MeteoSchweiz mitteilte.

Dies ist die tiefste in diesem Winter gemessene Temperatur. La Brévine hält mit 41,8 Grad im Jahr 1987 auch den absoluten Temperaturrekord. Die "Kältestube der Schweiz" hatte erst gestern den diesjährigen Kälterekord an Samedan GR verloren. Im Oberengadin hatte eine wolkenlose Nacht für minus 29,3 Grad gesorgt.

Gemäss SF Meteo wurde es auch im Flachland sehr kalt. Die Temperaturen sanken auf minus 8 bis minus 14 Grad. In der Region Zürich zeigte das Thermometer minus 12,3 Grad an - auch dies ein Kälterekord. Auf dem Pilatus sank das Quecksilber auf minus 15,8 Grad.

Der diesjährige Winter hat es in sich: In weiten Teilen des Flachlands fiel bis Mitte Februar schon so viel Schnee wie sonst in einem ganzen Winter. Markant mehr Schnee als üblich erhielten indes das Oberengadin und das Tessin.

In Piotta TI in der Leventina fiel seit Winterbeginn mit total 4,6 Metern fast doppelt so viel Schnee wie im langjährigen Durchschnitt. Seit den 1930er Jahren würden dort durchschnittlich 2,4 Meter Schnee pro Winter registriert, sagte der Meteorologe Andreas Asch von MeteoSchweiz auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Auch in tieferen Lagen im Tessin schneite es ausgiebig: Fast einen Meter Schnee erhielt Locarno-Monti seit Beginn des Winters. Durchschnittlich sind es 60 Zentimeter. Aussergewöhnlich im Tessin ist laut Asch aber nicht die Schneemenge, sondern die Anzahl Tage, an denen Schnee fiel. Es seien doppelt so viele wie üblich.

Einen ähnlich schneereichen Winter erlebten auch das Oberengadin und das Oberwallis. Reichlich Schnee fiel aber auch im Flachland. Vielen Städten bescherte der Winter so viel Schnee wie im langjährigen Durchschnitt bis zum Ende des Winters. Basel erhielt mit rund einem halben Meter schon einen Drittel mehr Schnee als üblich. In Bern waren es bisher 76 Zentimeter bei einem Mittel von 64 Zentimeter.

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