Entfelden hilft Guatemala

Grossartige Unterstützung aus Entfelden: Für ein Projekt von Fastenopfer und Brot für alle haben die katholische Pfarrei St. Martin und die reformierten Kirchgemeinden Ober- und Unterentfelden zusammen über 22 000 Franken gesammelt.

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Aargauer Zeitung

In der ökumenischen Fastenzeit und bei anderen Gelegenheiten sammeln Pfarreien und Kirchgemeinden in der Schweiz Spenden für Benachteiligte im Süden. Damit finanzieren und begleiten das Fastenopfer und Brot für alle Projekte in der ganzen Welt. Einzelne Pfarreien und Kirchgemeinden sammeln dabei gezielt für ein konkretes Projekt. So haben in Entfelden die katholische Pfarrei und die beiden reformierten Kirchgemeinden entschieden, während dreier Jahre mit einer gemeinsamen Sammlung Bauernfamilien in Guatemala zu unterstützen. Auch am ökumenischen Bettagsgottesdienst ist die Kollekte für dieses gemeinsame Projekt in Südamerika bestimmt.

Lebensgrundlage sichern

Die Region Purulhá im Nordosten Guatemalas ist eine der am meisten benachteiligten ländlichen Regionen des Landes. Die Bevölkerung gehört grossmehrheitlich den Mayavölkern Poqomchi und Queqchi an. Die Menschen leben von der Landwirtschaft und ernähren sich fast ausschliesslich von Bohnen und Mais. Fast alles an Grundversorgung fehlt ihnen: Wasser, Licht, medizinische Versorgung, Bildungsmöglichkeiten, Zufahrtswege. Staatliche und private Programme haben die Region bis heute kaum erreicht. Die Organisation Prodessa unterstützt die indigene Bevölkerung in Purulhá, indem sie Ausbildungen in verschiedenen Bereichen anbietet. «Die Frauen und Männer werden befähigt, die Zukunft ihrer Region selbst zu gestalten», schreibt die Caritas Schweiz in ihrem Dankesbrief.

Boden und Wasser

Sie erweitern ihre Landwirtschaft mit neuen Produkten und verbesserten Methoden; sie sichern ihre wichtigen Grundlagen Boden und Wasser. Für ihre Überschüsse suchen sie einen vorteilhaften Zugang zum Markt. Ausserdem bauen sie Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten auf. Die Menschen lernen vor allem auch, die Unterstützung dort einzufordern, wo sie eigentlich gewährleistet werden müsste, wie bei lokalen Fonds oder bei Regierungs- und Verwaltungsstellen. (pd/az)