Das Ziel ist klar, der Weg dahin lang - aber er lohnt sich in jedem Fall. Ziel ist die weitgehende Selbstversorgung mit Energie. Das heisst, das Knonauer Amt will dereinst möglichst viel der in der Region verbrauchten Energie selber durch erneuerbare Energien produzieren. Um den Zeitrahmen und die potentielle Energiemenge nach Arten und insgesamt abschätzen zu können, braucht es eine entsprechende Bestandesaufnahme. Diese konnte jetzt dank privater Initiative beim Beratungs- und Forschungsunternehmen «econcept» in Auftrag gegeben werden.

Möglich machen dies die Unternehmen Agir AG, Mobiliar Versicherungen, Zürcher Kantonalbank (Filialen Affoltern, Bonstetten und Hausen), sowie der Gewerbeverband und der Arbeitgeberverband des Bezirks Affoltern. Unterstützt wird das Projekt auch von der Standortförderung, entspricht die Zielrichtung der EnergieRegion Knonauer Amt doch voll und ganz derjenigen der Standortförderung, nämlich die Nachhaltigkeit von Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu fördern und zu sichern.

Beispiele in Deutschland und Österreich

Zurzeit stammen rund vier Fünftel des schweizerischen Endenergieverbrauchs aus nicht erneuerbaren Quellen. Da liegt es nahe, einerseits den Verbrauch zu senken und andererseits den Anteil der erneuerbaren Energien massiv zu erhöhen. Ein grosses Zukunftspotenzial zur Nutzung von erneuerbaren Energien liegt nach Ansicht des Bundesamts für Energie im ländlichen Raum. Ungenutzte Potenziale zur energetischen Nutzung sind fast bei allen Erneuerbaren zu finden, insbesondere auch im Bereich der landwirtschaftlichen Biomasse und Holz. Die Förderung von erneuerbaren Energien stärkt die regionale Wirtschaft, schafft lokal Arbeitsplätze und erschliesst neue Einkommensquellen für die Bevölkerung.

Energieautarke Regionen sind heute technisch und ökonomisch umsetzungsfähige Konzepte. In Österreich und Deutschland gibt es bereits erste Beispiele mit erhobenen Autarkiegraden (Selbstversorgungsgrad) von 78% bis 380% (je nach Gemeinde). Hauptmotivation jener Regionen war, Arbeitsplätze zu schaffen und wieder vermehrt zu einer lokalen Wertschöpfung zurückzukehren. Wie die Beispiele unserer Nachbarn zeigen, können durch die Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz wichtige Impulse in der regionalen Entwicklung gesetzt und neue Einkommensquellen erschlossen werden. Das trägt zur Erhöhung der Wertschöpfung der Gemeinden und der Region bei.

Über das Projekt EnergieRegion, die Aspekte Energieeffizienz und Energieproduktion unterschieden nach Arten der Erneuerbaren, informiert noch dieses Jahr die Homepage www.energieregionknonaueramt.ch. Sie wird auch Informationen bezüglich Energieberatung, Fördermassnahmen, Finanzierungen und vieles mehr enthalten. Und natürlich über den Verlauf der Studie berichten. Möglich gemacht hat diese Website die Bezirks-FDP. Sie finanziert den Aufbau und die Aufschaltung der Homepage. Bei ihrer Arbeitsgruppe «Energieregion» liegt die grosse Arbeit, das Portal mit Inhalt zu füllen.