Bunkertsmatt

Endlich: Spatenstich für Sportzentrum Burkertsmatt

Bei fröhlicher Stimmung, bei beachtlichem Aufmarsch und unter Anleitung vollzog Pascale Bruderer den Spatenstich

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Bei fröhlicher Stimmung, bei beachtlichem Aufmarsch und unter Anleitung vollzog Pascale Bruderer den Spatenstich

Ende gut, alles gut: Auf dem Burkertsmatt-Areal in Widen haben am Samstagnachmittag 600 Leute den Bauauftakt fürs Zentrum Mutschellen gefeiert. Dies 15 Jahre nach dem ersten konkreten Planungsschritt der Regionalanlage.

Lukas Schumacher

«Das ist ein fantastischer Tag für die ganze Region Mutschellen», freute sich Gastgeberin und Wider Gemeindeammann Vreny Meuwly am Mikrofon von Spatenstich-Moderator Roger Spillmann. Es sei aber auch höchste Zeit gewesen, fügte Meuwly hinzu. In der Tat hatten Einsprachen und Beschwerden vereinzelter Wider Anwohner den Erstellungsbeginn des Grossprojekts um fünf Jahre verzögert. Vergleichsweise äusserst kurze Verzögerungen musste die rund 600-köpfige Festgemeinde am Verpflegungsstand auf dem Burkertsmatt-Gelände hinnehmen. Kostenlos konnte man hier Punsch oder heissen Tee beziehen; weitere Getränke gab es zum Selbstkostenpreis und Grillbratwürste samt Brot gar zum Preis wie anno dazumal: für bescheidene zwei Franken.

In der Baggerkabine sass der höchste geladene Spatenstich-Gast, Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer. « Eine grosse Ehre und eine grosse Freude für mich», schmunzelte die Aargauerin, «zumal das Zentrum dem Vernehmen nach in den 70er-Jahren angedacht worden war und die Idee somit ungefähr gleich alt ist, wie ich es bin.» Den Mutschellen bezeichnete Bruderer als starke, attraktive und lebensfrohe Region. Sie sei gelegentlich hier bei Freunden zu Gast und habe früher selber eifrig Handball gespielt. Ihr aktuelles Sportprogramm sei bescheidener, es umfasse Langlauf, ein wenig Joggen sowie Spaziergänge mit ihrer Labradorhündin.

Ebenfalls unter den geladenen Gästen weilte der ehemalige Aargauer Regierungsrat und einstige Beriker Gemeindeammann Rainer Huber. Zusammen mit dem früheren Wider Ammannkollegen Erwin Günther hatte Huber die einstige Sportzentrums-Idee neu lanciert, wobei damals noch ein Hallenbad und ein Wellness-Bereich zum Zentrumsvorhaben gehörten. Bad und Wellness fielen dem Rotstift zum Opfer. Das aktuelle Projekt, das jetzt unter der Regie der Generalunternehmung Karl Steiner AG verwirklicht wird, kommt samt aufgelaufener Teuerung auf 24 Millionen Franken zu stehen. 4 Millionen steuert der Kanton aus dem Sporttoto-Fonds bei, sodass die Nettobelastung der Mutschellengemeinden Widen, Berikon und Rudolfstetten 20 Mio. Franken beträgt.
Eine grosse Gruppenfoto mit Vertretern von mehr als 20 Vereinen, Gruppierungen, Schulabteilungen und Organisationen, welche die Anlage später nutzen werden, rundete den Bauauftakt ab. Den Ausklang besorgte die Beriker Gugge Hübelfäzzer mit schaurig-schönen Klängen.

Im Verlauf der lebhaften zweistündigen Feier sind die beiden «Zentrums-Zugpferde», Gemeindeverbandspräsident Peter Spring und Baukommissionspräsident Marcel Signer, kurz geehrt worden. Laut Signer kann die Bauerei in den nächsten Tagen schnee- und kältebedingt noch nicht anlaufen. Richtig los geht es auf dem 82000 Quadratmeter grossen Gelände, sobald es ein wenig wärmer wird. Fixiert sind die Endtermine: Ende August 2011 Benützung der neuen Dreifachhalle, Ende April 2012 Vollbetrieb auf allen Aussenplätzen.

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