Raumfahrt

«Endeavour"-Start wegen Gewitter erneut verschoben

Start zum vierten Mal abgebrochen

Start zum vierten Mal abgebrochen

Auch der vierte Anlauf zum Start der US-Raumfähre «Endeavour» ist misslungen. Der Shuttle mit sieben Astronauten an Bord konnte am Sonntagabend (Ortszeit) wegen eines Gewitters nicht abheben.

Die Schlechtwetterfront habe sich dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral (US-Bundesstaat Florida) bis auf 16 Kilometer genähert, teilte die Weltraumbehörde NASA mit. Der Countdown musste deshalb rund 15 Minuten vor dem geplanten Start abgebrochen werden.

Zuvor hatten die NASA-Meteorologen noch Optimismus verbreitet. Es bestehe lediglich eine 30-prozentige Gefahr, dass das Wetter nicht mitspielt, hiess es. Doch dann zog sich die Gewitterwolken immer schneller um das Startgelände an der Atlantikküste zusammen.

Ein Start bei Schlechtwetter verbietet die NASA vor allem deshalb, weil tiefe Wolken und heftige Winde eine Notlandung bei technischen Problemen des Shuttle in Cape Canaveral gefährden würden. Die sieben Astronauten mussten den Orbiter nach dem Startabbruch verlassen.

Der Start der "Endeavour" war Mitte Juni bereits zwei Mal wegen Lecks im Tank und am Samstag wegen Blitzeinschlägen in der Nähe der Startrampe verschoben worden. Jetzt soll der Shuttle am Montagabend 18.51 Uhr abheben, das ist Dienstagmorgen 0.51 Uhr Schweizer Zeit.

Die Astronauten an Bord der "Endeavour" sollen bei ihrem 16-tägigen Einsatz unter anderem die letzten Bauteile für das japanische Forschungsmodul "Kibo" anliefern, das in fünf Weltraumeinsätzen von insgesamt mehr als 32 Stunden Dauer vollendet werden soll.

Zudem sind mehrere Reparaturen und Bauarbeiten an der ISS vorgesehen. Wenn der NASA der "Endeavour"-Start nicht bis Dienstag gelingt, drohen Koordinationsprobleme, da demnächst eine russische Raumfähre Verpflegung zur ISS bringen soll.

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