Als Priska Schärer Eliot aus dem Tierheim zu sich nahm, kämpfte sie mit Vorurteilen. Fünf Monate alt war der Staffordshire Terrier damals. Ein Listenhund, im Volksmund auch Kampfhund.

Diesen Vorurteilen wollte die Hundehalterin ein Ende machen und absolvierte mit Eliot eine Ausbildung zum Therapiehund. Nicht Angst, Skepsis und Ablehnung soll Eliot auslösen, sondern Beruhigung, Freude und Bewegungen, wo sonst keine sind. 

Streicheln im Wachkoma

Etwa im Fall eines Wachkomapatienten, der bei Eliots Besuch mit seiner Hand über das Hundefell strich. Oder in jenem der schwerstbehinderten Joana, die in der Anwesenheit des Hundes aufblüht, wie der Beitrag der Sendung «tierisch» zeigt.

Wie ein «beruhigendes Wärmekissen» wirke der Hund auf mehrfach und schwerstbehinderte Kinder, sagt Priska Schärer. Sie werden aufmerksam und zu Bewegungen animiert, zudem beruhigt die Anwesenheit des Hundes etwa Kinder mit Krampfanfällen.

Das Team, das mittlerweile durch Vierbeiner Gismo ergänzt worden ist, ist aber auch bei gesunden Kindern im Einsatz.

Etwa bei Schülern, die beim Spazieren und Spielen mit den Hunden ihre Angst verlieren. Oder beim kleinen Mathieu und seinen Eltern, die Eliot regelmässig besuchen. «Wir wollen, dass er den Umgang mit Tieren lernt und keine Angst vor Hunden hat», sagt Vater Nicola Tschanz. Eliot zumindest hat er bereits ins Herz geschlossen. (smo)