Verein Schiffaare

Elf Anlegestellen solls bald geben

Rot-weisses Erscheinungsbild: "Öufi-Flotte".

Elf Anlegestellen solls bald geben

Rot-weisses Erscheinungsbild: "Öufi-Flotte".

Schon etwas von «Schiffaare» gehört? Dahinter steckt die Entwicklung eines interessanten Nischenangebots: das Entdecken der Stadt und Region Solothurn zu Wasser.

Wolfgang Wagmann

«Wir sind mit 22 Mitgliedern, die meisten davon Einzelpersonen, ein kleiner Verein. Wir wollten zuerst etwas bieten, bevor wir die Leute abholen», erklärt Erich Egli, bis vor kurzem Solothurner Tourismusdirektor und seit knapp einem Jahr Präsident von «Schiffaare». Der Verein mache ohnehin nur Sinn, weil man in der Person von Fredy Fankhauser und seiner Schifffahrtsgesellschaft Solothurn Nautic und Navigation GmbH einen «sehr kompetenten Anbieter» von Bootsfahrten habe, wie Egli betont (vgl. auch Kasten). «Der Start war aber auch nur möglich dank 25 000 Franken der Regio Energie Solothurn, einem gleichen Betrag, der noch im Budget der Stadt vorhanden war, sowie weiteren 25 000 Franken von Yvonne Hürlimann-Hockenjos.»

Vom Wylihof bis zum Bootshafen

Die letzterwähnte Privatspende ist ein Puzzle-Teil im Projekt «Elf Bootsanlegestellen in und um Solothurn», das der Verein vorantreibt. Neu kann mit der Spende die Anlegestelle beim Kraftwerk Flumenthal realisiert werden, sie wird wie alle andern beschriftet und erhält den Namen «Parkforum Wylihof». Beabsichtigt ist weiter das Schaffen einer neuen Anlegestelle «Sportzentrum Zuchwil», flussaufwärts gefolgt von «Regio Energie», einer nur dem «Öufi-Boot» vorbehaltenen neuen Anlegemöglichkeit «Solheure» beim Gressly-Haus neben der Kreuzackerbrücke. Bereits bestehend ist die Anlegestelle «Palais Besenval», die auch den Landhaus-Zu- und -Ausstieg ermöglicht, und - mit einem separaten Schlüssel - die Passage zur Kreuzgasse, damit die «Boat people» nicht den Besenval-Garten durchqueren müssen. Zwei der wenigen rechtsufrigen Anlegeplätze sind der neu geplante bei der Pizzeria da Renato
(Aaremätteli) sowie der bestehende beim Alten Spital, «Aaregarten» genannt. «Landi» nennt sich der Steg beim Medici-Haus, ergänzt allenfalls durch eine Landemöglichkeit bei der Schiffländte der Bielersee-Schifffahrtsgesellschaft (BSG). Beim Kofmehl denkt man an den Halteplatz «CIS», Nummer elf ist die «Öufi-Boot»-»Homebase», der Solothurner Bootshafen. «Interesse an einer Anlegestelle zeigt aber auch Synthes beim neuen Hauptsitz, der in der Aarmatt entsteht», weiss Erich Egli.

Bald eine «Tour de Beiz»

«Wir denken auch an eine Partnerschaft mit Gastro-Betrieben, die an der Aare liegen», verrät der Präsident von «Schiffaare» weiter - angeschrieben habe man deshalb vom Parkforum Wylihof bis zum «Grünen Aff» in Altreu Adressen wie das «SolHeure», die Hafebar, den Aaregarten, das Lido und andere. Realisiert werden soll neben einer Website www.schiffaare.ch auch ein Info-Point auf dem Bootshafenareal, «wo auch amtliche Mitteilungen, beispielsweise zu einer Hochwassersperre, angeschlagen werden können», so Aarekenner Fredy Fankhauser.

Stadtführungen zu Wasser sind bereits ein Renner, «daneben haben wir viele Zivilhochzeiten und Vereinsanlässe», spürt Fankhauser in seinem Tourismus-Nischenmarkt keine Krise. Erich Egli rühmt den Support von Stadt, Regio Energie und Region Solothurn Tourismus, aber auch eines Tauchclubs Solothurn, der in einer Wochenend-Aktion hinderliche Steine aus den Zufahrtsrinnen der Anlegestellen entfernt hat. Trotz des engagierten «Öufi-Boot»-Käptens kaum möglich wird dagegen ein regelmässiger Aare-Taxidienst zumindest an Wochenenenden sein. «Fredy Fankhauser hat das durchkalkuliert. Neben dem zeitlichen Personalaufwand müsste man pro Wochende 2000 Franken Einnahmen generieren. Das ginge wohl nur mit Sponsoren», meint Egli.

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