Am Morgen wurden die Spezialkontainer mit den Tieren schliesslich von dem Laster gehievt und die Tiere konnten ihre neue Heimat erkunden. "Von Lyon an ist alles glatt verlaufen", sagte Tierärztin Florence Ollivet-Courtois, die den Schwertransporter zusammen mit Prinzessin Stéphanie von Monaco begleitete.

"Das Betreten des neuen Geheges verlief in einer absoluten Ruhe. Népal ist als erstes ausgestiegen und hat geduldig gewartet, bis Baby gefolgt ist. Sie sind unzertrennlich." In ihrem neuen Gehege hätten die Elefanten sich erst einmal mit Staub überschüttet und leise gebrummt - "ein Zeichen des Wohlfühlens", wie die Tierärztin sagte.

Das Schicksal der 42 und 43 Jahre alten Elefanten hatte Frankreich monatelang bewegt, Tierschützer wie Leinwand-Legende Brigitte Bardot auf die Barrikaden gebracht und sogar das Fürstenhaus von Monaco mobilisiert.

Die Präfektur hatte die Einschläferung der im Zoo von Lyon lebenden Tiere angeordnet, weil sie an Tuberkulose erkrankt sein sollen. Die Behörden befürchten, dass die Elefanten andere Tiere, aber auch Menschen anstecken könnten.

Mobilisierung für die Elefanten

Gegen die Einschläferung der Elefanten machte der Direktor des Zirkus Pinder, Gilbert Edelstein, mobil, der Baby und Népal 1999 dem Zoo anvertraut hatte. Er zog die Tests in Zweifel, wonach die Elefanten an Tuberkulose erkrankt seien. Die Justiz hob schliesslich den Beschluss zur Einschläferung.

Ihren Lebensabend können die Tiere nun in einem 3500 Quadratmeter grossen Park verbringen, der direkt an das Landgut Roc Agel der Fürstenfamilie von Monaco angrenzt. Sie haben dort einen riesigen Unterstand und ein grosses Wasserbecken, um zu trinken und sich abzukühlen.

Stéphanie von Monaco hatte angeboten, die Elefanten aufzunehmen. Am Freitag beobachtete sie ihre Schützlinge bei der Erkundung ihrer neuen Heimat, wie aus dem Umfeld der Prinzessin verlautete.