Das teilte die australische Schifffahrtsbehörde AMSA am Freitag mit. Sie koordiniert die Rettung des russischen Forschungsschiffes. Allerdings komme der Eisbrecher nur langsam voran.

Noch nicht entschieden war den Angaben zufolge, ob der Eisbrecher allein versucht, das Forschungsschiff freizubekommen, oder ob er auf zwei weitere Eisbrecher wartet. Auch das französische Schiff "L'Astrolable" und die "Aurora Australis" aus Australien waren auf dem Weg. Die Wetterbedingungen waren laut AMSA für einen Rettungseinsatz günstig, Schneefall und Wind schwächten sich ab.

Die "MV Akademik Schokalskiy" steckt seit Dienstag rund hundert Seemeilen (185 Kilometer) von dem französischen Antarktis-Stützpunkt D'Urville entfernt im Eis fest. An Bord des Forschungsschiffes sind 74 Menschen, darunter Wissenschaftler und Touristen, die der Route des Antarktisforschers Douglas Mawson vor einem Jahrhundert folgen.

Die Gewässer, in denen das Forschungsschiff feststeckt, seien üblicherweise befahrbar, sagte Chris Fogwill, einer der Wissenschaftler an Bord, am Freitag dem Sender ABC. Ein Wetterwechsel habe sie aber vereisen lassen. Am Donnerstag sei überdies ein heftiger Schneesturm über das Schiff gezogen.

Die "MV Akademik Schokalskiy" hat laut Fogwill aber ausreichend Proviant an Bord, so dass die Besatzung nicht in Gefahr sei. Die russische Mannschaft lasse die Maschinen des Schiffs zumindest zeitweise laufen, damit sie nicht vereisen.