Einmalig hohe Grundstückgewinnsteuern

Die Rechnung 2008 der Politischen Gemeinde schliesst um eine halbe Million besser ab als budgetiert. Die Schule schloss hingegen um 90 000 schlechter ab als im Voranschlag vorgesehen.

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Flavio Fuoli

Bei einem Aufwand von 4,128 Millionen Franken und einem Ertrag von 4,474 Millionen schliesst die Rechnung 2008 der Politischen Gemeinde mit einem Ertragsüberschuss von 346 000 Franken. Das Ergebnis liegt um 540 000 Franken über dem budgetierten Aufwandüberschuss von 194 000 Franken.

Einsparungen realisiert

Dieses positive Ergebnis resultiert dank einem einmalig hohen Betrag bei den Grundstückgewinnsteuern in der Höhe von 811 000 Franken, wie der Gemeinderat in seiner Weisung schreibt. Er liege um 461 000 Franken über dem bereits hohen Budget und entspreche rund 20 Steuerprozenten. Hingegen seien die Einnahmen aus den ordentlichen Steuern um 126 000 Franken unter den Erwartungen geblieben.

Beim Aufwand realisierte die Politische Gemeinde in den meisten Bereichen Einsparungen gegenüber dem Budget. In erster Linie bei der sozialen Wohlfahrt, 155 000 Franken, und beim Finanzausgleich, 72 000 Franken. Mehraufwendungen waren im Bereich Gesundheit mit 41 000 Franken zu verzeichnen.

Weniger Steuereinnahmen

Der Gemeinderat erwähnt einen wichtigen Umstand, der für die Zukunft grosse Bedeutung habe: Mindereinnahmen bei den Steuern seien durch Minderausgaben in den anderen Bereichen mehr als kompensiert worden. In der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage rechnet man mit tieferen Einnahmen und höheren Ausgaben in einzelnen Bereichen.

Bei einer Bilanzsumme von 11,382 Millionen Franken beträgt das Eigenkapital nun 6,9 Millionen Franken.

Das Ergebnis der Schulrechnung präsentiert sich um 89 700 Franken schlechter als budgetiert. Der Voranschlag sah einen Aufwandüberschuss von 150 900 Franken vor, realisiert wurde ein solcher von 240 600 Franken. Dies bei Einnahmen von 1,487 Millionen Franken und Ausgaben von 1,727 Millionen.

Das schlechtere Ergebnis der Schule basiert unter anderem auf den schlechten Steuereinnahmen. Diese betrugen 1,287 Millionen Franken, was um 11 Prozent oder 165 600 Franken weniger als im Voranschlag entspricht und auch 12 Prozent tiefer als im Vorjahr liegt. Dafür waren die Einnahmen bei den ordentlichen Steuern aus früheren Jahren höher als budgetiert, nämlich 131 400 Franken statt 100 000 Franken, wie die Schulpflege mitteilt. Auch die Zahlung an den kantonalen Finanzausgleich fiel für die Schule kleiner aus. Statt 177 000 Franken wie im Voranschlag vorgesehen, betrug dieser Aufwand lediglich 104 300 Franken.

Der Aufwand im Bereich Bildung war mit 1,451 Millionen Franken nur leicht höher als im Budget mit 1,445 Millionen. Der Personalaufwand ist deutlicher gestiegen, nämlich um 21 350 Franken gegenüber dem Vorjahr oder zwei Prozent gegenüber dem Budget. Der gesamte Sachaufwand dagegen war mit 367 900 Franken um 13 Prozent tiefer als im Voranschlag.

Das Eigenkapital verringerte sich um den Aufwandüberschuss. Es beträgt noch 1,983 Millionen Franken bei einer Bilanzsumme von 2,195 Millionen Franken.

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