Coronakrise

Einige Töff-Fahrer lassen sich die Ausfahrt nicht nehmen: Besuch an einer beliebten Passstrasse

Viele Töfffahrer gehen weiterhin auf Spritztour

Töfffahrer auf der Ibergeregg: Der Beitrag von Tele M1.

Töfffahrer am Laufmeter auf der schwyzerischen Ibergeregg: Obwohl ein Unfall ein Bett weniger im Spital bedeuten könnte, wollen einige Biker nicht auf ihr Hobby verzichten. "Es gibt viele Dinge, die gefährlich sind. Mann kann zu Hause von der Leiter fallen", sagt ein Harley-Fahrer zum Regional-TV-Sender Tele M1.

Dass die Töfffahrer trotz Verzichtsempfehlung des Bundesrats unterwegs sind, stört manche Anwohner der Ibergereggstrasse. "Sie sollen zu Hause bleiben", sagt eine Frau, die an der Passstrasse wohnt. Am Karfreitag kam es auf der Strasse innert kurzer Zeit zu zwei Töff-Unfällen. Beide Fahrer wurden verletzt ins Spital gebracht. Bereits vor einer Woche kam es zu einem schweren Unfall: Ein Töfffahrer schoss einen Velofahrer ab.

Genau solche Unfälle wollte der höchste Schweizer Polizist verhindern. "Vermeiden Sie unnötige Passfahrten", sagte Stefan Blättler, Präsident der Kantonalen Polizeikommandanten, an einer Medienkonferenz des Bundes in Bern. Man belaste im Falle eines Unfalls das Spitalwesen.

Walter Wobmann findet es nicht richtig, dass der Bund in diesem Zusammenhang nur Töfffahrer erwähnt. "Mit dieser Haltung dürfte man gar nichts mehr machen", sagt der Solothurner SVP-Nationalrat und Präsident der Motorrad-Föderation Schweiz. Auch beim Velofahren, Reiten oder Bergsteigen könne man Unfälle verursachen. "Trotz der schwierigen Krise mit den Massnahmen, die man einhalten muss, soll man Leben können", sagt Wobmann.

Die Schwyzer Kantonspolizei macht dieser Tage vermehrt Kontrollen auf der Ibergeregg. Sollte es zu viele Töffs und Autos unterwegs haben und die Ambulanz nicht mehr durch kommen, könnte die Strasse gesperrt werden. (mwa)

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