Zeughaus
Einig bei Umbau und Sanierung

Das Museum Altes Zeughaus in Solothurn soll einen neuen Eingangsbereich, einen Lift, sowie weitere bauliche Modernisierungen erfahren. Das beschloss der Regierungsrat gestern. Bis die Bauten in Angriff genommen werden, muss man sich jedoch noch mindestens bis 2012 gedulden.

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Zeughaus Solothurn

Zeughaus Solothurn

Solothurner Zeitung

Fränzi Rütti-Saner

Eine Planungskommission bestehend aus Vertretern des Hochbauamtes, der Denkmalpflege, des Amtes für Kultur und Sport, der Museums Altes Zeughaus sowie des Vereins Freunde des Museums Altes Zeughaus war seit Dezember 2007 daran, ein provisorisches Pflichtenheft zu erstellen, welches Auskunft über den Umbau und die Sanierung des Museums Alte Zeughaus in Solothurn gibt. Einstimmig verabschiedete diese Kommission wichtige Eingriffe.

Im Detail wurden folgende Massnahmen vorgeschlagen, welche jetzt vom Regierungsrat zur Kenntnis genommen wurden: Erneuerung des Eingangsbereich im Empfang, Kasse, Museumsshop und Erneuerung der WC-Anlagen; Überprüfung der Einrichtung einer Cafeteria; Einbau eines Liftes für den Personen- und Warentransport, Einbau einer Verdunkelungsanlage, sowie Prüfung einer Lüftungsanlage mit Teilklimatisation; Sanierung der Fassaden, des Innenbereichs, der Elektroanlagen und der Beleuchtung; Überprüfung des Sicherheitsdispositivs und des Brandschutzes; Einrichtung eines Museumsdepots ausserhalb des Museums.

Wesentlich für weitere Planungsarbeiten wird das künftige Museumskonzept des Kantons Solothurn sein, welches durch das Amt für Kultur und Sport, dem das Museum Altes Zeughaus unterstellt ist, in Auftrag gegeben wurde, und das für heftige Diskussionen um die künftige Ausrichtung des Museums ausgelöst gesorgt hatte.

Derzeit befindet sich dieses Planungskonzept noch in der Vernehmlassung. Nach den Sommerferien seien erste Ergebnisse zu erwarten, erklärte Amtsleiter Cäsar Eberlin. Über die nun genannten infrastrukturellen Massnahmen seien sich jedoch alle Seiten einig gewesen, betonte der Amtschef.

Bekenntnis zum Haus

Damit, dass der Regierungsrat abschliessend betont, dass «mit der inneren und äusseren Neugestaltung das wertvolle historische Haus auch in Zukunft eine der wichtigsten Attraktionen der Ambassadorenstadt bleiben soll» hat die laufende öffentliche Diskussion sicher ihren Niederschlag gefunden.

Mit der Realisierung der nun vorgeschlagenen Umbauten und Sanierungen wird jedoch nicht vor 2012/13 zu rechnen sein.