Peter Siegrist

«Abklärungen haben ergeben, dass in unserer Region viele ältere Menschen von ihren Angehörigen zu Hause gepflegt werden», erklärt Geschäftsführerin Rosmarie Gerber. Es sei ein offenes Geheimnis, dass häufig auch die pflegenden Angehörigen an die psychischen und physischen Grenzen stiessen.

Das neue Angebot steht für Menschen offen, die ganz verschiedene Betreuungsbedürfnisse haben. Räume und Garten sind so eingerichtet, dass auch demenzkranke Menschen sich hier wohlfühlen können.

Unterhaltsame Aktivitäten

Die neue Tagesstätte geht davon aus, dass die Gäste «das Leben gemeinsam erleben». «Wichtig sind dabei die verschiedenen unterhaltsamen Aktivitäten», sagt Gerber. In den Räumen oder im angrenzenden Atelier werde künftig gebastelt, gemalt, gespielt und geturnt. Garten samt Pavillon laden zum gemütlichen Verweilen ein.

Zum Konzept gehört, dass die Gäste gemeinsam kochen und essen, so weit dies möglich ist und gewünscht wird. Und die Villa Herzog steht auch alleinstehenden Menschen offen, die an einzelnen Tagen bei den gesellschaftlichen Aktivitäten mitmachen möchten und die Gemeinschaft mit anderen Senioren suchen.

Am Samstag überzeugten sich viele Leute aus der Region von dem neuen Angebot und staunten über die sorgfältig renovierten Räume. Das Alterszentrum Falkenstein ist hier zur Miete, für die Renovation und die behindertengerechte Ausstattung war der Eigentümer zuständig.

Lange Öffnungszeiten

Übermorgen Mittwoch nimmt die Tagesstätte ihren Betrieb auf. Maximal können neun Personen aufgenommen werden. Betreut werden sie von einer Pflegefachfrau, einer Pflegemitarbeiterin und eine Mitarbeiterin für die Aktivierung.

Die Öffnungszeiten von Montag bis Freitag, von 7 Uhr bis 19 Uhr sind grosszügig angelegt, damit das Angebot für Angehörigen zur echten Entlastung wird. An einem Wochenende pro Monat ist die Villa Herzog am Samstag von 9 bis 18 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr offen.

Die Tagespauschale für Betreuung und drei Mahlzeiten beträgt 180 Franken. Personen, die Anrecht auf Ergänzungsleistungen haben und deren Aufenthalt ärztlich verordnet ist, bekommen einen Beitrag von der Sozialversicherung des Kantons Aargau (SVA). Laut Rosmarie Gerber haben sich bereits die ersten Gäste für diese Woche angemeldet.