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Eine Studie bestimmt das Schicksal

Sanierung, Ausbau oder gar Neubau? Wie es mit der St. Jakobshalle weitergeht, soll sich in den nächsten Wochen klären. Die Leitung der Swiss Indoors wird diese Entwicklung mit Interesse verfolgen.

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Daniela Frutiger

Fabian Kern

Diese Woche ist wieder der wichtigste Kunde zu Gast in der St. Jakobshalle. Die Swiss Indoors sind in der Hierarchie der ATP-Tour gestiegen und in die Kategorie 500 aufgestiegen. Entsprechend steigen auch die Ansprüche der Organisatoren an die Wettkampfstätte. Es ist ein offenes Geheimnis, dass sich Turnierdirektor

Update

Vision «Eventstadt» In der Studie über die Bauqualität der St. Jakobshalle wird auch der Sinn einer angebauten «Eventhalle» abgeschätzt. Diese könnte für verschiedene Events genutzt werden. Wenn es nach CVP-Grossrat Markus Lehmann geht, müsste man auf dem St.-Jakob-Areal eine «Sport- und Eventstadt» anvisieren. «Ich stehe zu meiner Aussage, dass ein Neubau der St. Jakobshalle das Beste wäre», sagt Lehmann. Das wäre seiner Meinung nach sogar innerhalb eines Jahres möglich, sodass die Swiss Indoors nicht auf eine andere Stätte ausweichen müssten. Wahrscheinlicher ist aber eine Sanierung der veralteten Halle. (ker)

Dafür sprechen die Verantwortlichen der Swiss Indoors über ihre Bedürfnisse. «Wir würden uns eine Erweiterung des Katakombenbereichs wünschen - schon auf Druck der ATP. Der Platz für die Spieler ist ziemlich knapp», erklärt Roger Walmer, Mitglied der Turnierleitung. Sonst entspreche der Bau durchaus den Bedürfnissen des Turniers. Eine allfällige Eventhalle, die auch Gegenstand der Studie ist, wird von den Swiss Indoors nicht gefordert. «Wir fühlen uns wohl in der St. Jakobshalle», fasst Walmer zusammen, «Die Sanierung ist aber ein Politikum.» Damit spielt Walmer den Ball zurück zum Kanton.

Dort ist man sich der Problematik bewusst. «Wir wissen, dass der Unterhalt der Halle in den letzten Jahren vernachlässigt worden ist», sagt Riedtmann. Deshalb ist für 2010 eine Sanierung im grösseren Rahmen geplant. «Es handelt sich um ein Volumen von 20 bis 40 Millionen», weiss der Basler Grossrat Markus Lehmann, «aber dieses Projekt ist erst auf der Ideenstufe.» Doch bevor die Sanierungspläne der Regierung vorgelegt werden können, wird das Ergebnis einer ganz bestimmten Studie abgewartet. Immobilien Basel Stadt, im Finanzdepartement Verwalter der St. Jakobshalle, hat eine Untersuchung über die Bauqualität der 24-jährigen Halle in Auftrag gegeben. «Die Studie ist in den letzten Zügen und wird demnächst der Regierung vorgestellt», verrät Riedtmann. Noch dieses Jahr soll das Ergebnis kommuniziert werden, wovon die Zukunft der St. Jakobshalle abhängt - und somit auch die Zukunft der Swiss Indoors am traditionellen Austragungsort. «Die grosse Frage ist, wieviel noch in die Halle investiert werden soll», meint Walmer. «Wir haben mit den Swiss Indoors einen Vertrag bis 2014», sagt Riedtmann, «Den werden wir natürlich erfüllen.» Der Kanton tut gut daran, seinen lukrativsten Kunden in der Halle nicht zu verärgern. Denn sonst könnten sich die Turnierverantwortlichen vielleicht nach einer neuen Austragungsstätte umsehen. In Zürich, Bern oder Genf würde man dieses sowohl sportliche als auch gesellschaftliche Highlight wohl mit offenen Armen empfangen.