Juwelenraub

Eine Million Pfund für Hinweise im Londoner Juwelenraub

Der Räuber wollte das Zürcher Schmuckgeschäft zum zweiten Mal überfallen - sechs Jahre später.(Symbolbild)

Der Räuber wollte das Zürcher Schmuckgeschäft zum zweiten Mal überfallen - sechs Jahre später.(Symbolbild)

Nach dem grössten Juwelenraub in der Geschichte Grossbritanniens ist für die Fahndung nach den Tätern eine Belohnung von einer Million Pfund (1,7 Mio. Franken) ausgesetzt worden. Die sei die grösste Summe, die jemals für ein solches Verbrechen ausgesetzt worden sei.

Dies teilte Scotland Yard in London mit. Zwei Räuber hatten in der vergangenen Woche einen Londoner Nobeljuwelier überfallen und Schmuck im Wert von 40 Millionen Pfund (71 Mio. Franken) gestohlen.

Sie hatten ohne erkennbare Maskierung und in edlen Anzügen das Schmuckgeschäft betreten, dann ihre Waffen gezückt, die Angestellten bedroht und die hochwertige Beute eingesackt.

Auf den Bildern der Überwachungskamera war nicht zu erkennen, dass die beiden Juwelenräuber eine filmreife Tarnung trugen. Wenige Stunden vor dem Überfall hatten die beiden Gangster bei einem Make-up-Spezialisten ihr Äusseres verändern lassen.

Der Maskenbildner liess ihre Gesichter mit Hilfe von flüssigem Latex altern und verpasste den Männern zudem eine andere Haarfarbe. Für die Tarnung, die sonst eher aus Hollywood-Filmen bekannt ist, hatten die beiden Männer dem Profi-Maskenbildner 450 Pfund (800 Franken) gezahlt, wie britische Zeitungen berichteten.

"Meine eigene Mutter würde mich so nicht wiedererkennen", soll einer der Männer nach der mehrstündigen Prozedur gesagt haben. Die Verbrecher hatten dem 29-jährigen Maskenbildner erzählt, sie würden in einem Musikvideo auftreten und müssten daher anders aussehen.

Der Make-up-Experte steht nun unter Polizeischutz. Die Ermittler sicherten Spuren im Studio des Maskenbildners.

Nach Erkenntnissen der Fahnder hatten die Räuber mindestens zwei Helfer, die die Fluchtfahrzeuge fuhren. Auf ihrer Flucht hatten sie kurz eine Verkäuferin des Juweliergeschäfts als Geisel genommen und als Warnung zwei Schüsse in den Boden abgefeuert.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1