Die SP-Umweltpolitiker und Grossräte Martin Christen (Turgi) und Jürg Caflisch (Baden) sowie der Co-Präsident der SP-Grossratsfraktion, Dieter Egli (Windisch), trafen sich zu einer Austauschrunde über Verkehrsfragen mit einer Delegation des SPD- Kreisverbandes Waldshut. Dazu gehörten neben Mitgliedern des Gemeinderates Waldshut-Tiengen auch Alfred Winkler, Mitglied des baden-württembergischen Landtags, sowie Rita Schwarzelühr-Sutter, Kreisvorsitzende und ehemalige Bundestagsabgeordnete.

Die Verkehrsprobleme dies- und jenseits des Rheins sind bekannt. Überlastete Strassen und Staus gehören zum Alltag. Die SP-Grossräte betonten, dass auf Schweizer Seite in den letzten Jahren viel in den Strassenbau investiert wurde, zum Beispiel mit der Obersiggenthaler Brücke, der Umfahrung Ennetbaden oder dem Bareggausbau.

Die erhofften Entlastungen seien aber nur von kurzer Dauer, der Verkehr habe weiter zugenommen. Auch die Prognosen aus dem kantonalen Baudepartement seien düster, sagten die beiden SP-Grossräte. Der motorisierte Verkehr werde im Aargau überdurchschnittlich ansteigen.

Aufgrund dieser Tatsachen sind sich beide Seiten einig, dass es jetzt primär darum geht, den öffentlichen Verkehr zu fördern. Auf deutscher Seite ist die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke Basel–Schaffhausen auf 2016 geplant. Zu diesem Zeitpunkt soll der teilweise Doppelspurausbau der Bahnlinie im unteren Aaretal
auch einen Viertelstundentakt ermöglichen. Diese Massnahmen sind nach Ansicht der SP Aargau und der SPD Waldshut beste Voraussetzungen für die Verlagerung der Pendlerströme und des Einkaufstourismus von der Strasse auf die Bahn. Allerdings fehlen dazu noch die notwendigen Parkierungskapazitäten in Waldshut und – in geringerem Mass – auch in Koblenz.

Delegationen der SP Aargau und des SPD-Kreisverbandes Waldshut werden sich zu weiteren grenzüberschreitenden Runden treffen. Die SP ist überzeugt, dass Themen wie die Atomenergie und die geplanten Atommüllendlager ebenfalls grenzüberschreitend diskutiert werden müssen. (spa)