Armin Leuenberger

Es war im Jahre 1921, als auf der

Lueg das Reiterdenkmal eingeweiht wurde. Es erinnert an die im ersten Weltkrieg «In ewiger Treue für's Bernerland, für's Schweizerland, für's Vaterland» Verstorbenen. Diese bedeutenden Worte sind im Kavallerie-Reiter-Denkmal eingraviert. Das Denkmal erinnert an die im Ersten Weltkrieg und Ordnungsdienst verstorbenen Offiziere und Soldaten. Das noch heute beliebte Ausflugsdenkmal wird jedes Jahr von vielen Schulen aus der weiteren Umgebung als Ziel einer Schulreise benutzt.

Im Jahre 1929 fand in Anlehnung an das Lueg-Denkmal das erste Lueg-Schiessen statt. Als Organisator zeichnete damals der Zentralschweizerische Kavallerieverband (ZKV) verantwortlich. «Das ist bis heute so geblieben», sagt der Grafenrieder Jürg Häni. Seit fünf Jahren übt er das Amt des Obmanns aus. Bis vor fünf Jahren stand während eines ganzen Vierteljahrhunderts der Seeländer Ruedi Jöhr an der Spitze einer gut funktionierenden Organisation. Einzig während des Zweiten Weltkrieges erlebte das Lueg-Schiessen einen mehrjährigen Unterbruch.

Sie kommen immer wieder

Am Samstag wurde Dragoner Hanspeter Schnyder, Jahrgang 1940, aus Münchenbuchsee für seine 50. Teilnahme am Lueg-Schiessen geehrt. So wie Schnyder gibt es eine grosse Anzahl Schützen, welche seit Jahren, ja sogar Jahrzehnten, immer wieder am Lueg-Schiessen teilnimmt. Einer unter ihnen ist der aus der Bündner Herrschaft stammende 84 Jahre alte Julius Christoffel. Für die Reitergruppe Murgenthal steht der in Fulenbach wohnhafte, treffsichere Schütze im Einsatz. «Erstmals war ich 1964 dabei. Vier Jahre später habe ich das Lueg-Schiessen mit 184 Punkten sogar gewonnen», freut sich der joviale Bündner noch heute. Seither habe er auf der Lueg nie mehr gefehlt.

Auf der Lueg treffe er immer wieder Kameraden aus alter Kavallerie-Zeit, und da komme es auch jedes Jahr wieder zu interessanten und gemütlichen «Weisch no?»-Gesprächen.

Artillerieverein Huttwil

Gross gefeiert wurde das 75-Jahr Jubiläum auf der Lueg zwar nicht. Mit dem Artillerieverein Huttwil, haben die Organisatoren immerhin einen weitherum bekannten Gastverein eingeladen.
In ihren aus dem Jahre 1898 stammenden historischen Uniformen haben die Mitglieder des Artillerievereins Huttwil für eine überraschende und schöne Umrahmung des Jubiläums gesorgt.

Bereits am frühen Morgen sind die Huttwiler mit ihren zwei Feldkanonen und sechs Pferden Richtung Lueg aufgebrochen. Nach einem von einem Mitglied unterwegs offerierten Znüni trafen sie rechtzeitig auf der Lueg ein, um nach der letzten Schiessablösung mit einem Böllerschiessen den Jubiläumsanlass würdig zu beenden. Als Sieger ging dieses Jahr der Reitverein Aaretal I hervor. Die Einzelwertung gewann Oberleutnant Fritz Hurni vom Reitverein Freiburg-Seebezirk.