Openair
Eine kulturelle Perle in der Region

Zum 16. Mal findet es statt, das Open-Air-Kino in Rheinfelden, auf dem Schalanderplatz von Feldschlösschen – mittlerweile nicht mehr einfach ein Anlass, sondern ein kulturelles und gesellschaftliches Ereignis. Auch dieses Jahr bieten die Organisatoren vom 11. bis 15. August Filme und Musik vom Feinsten.

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Openair

Openair

Aargauer Zeitung

Peter Hagemann

Mittlerweile verströmt es seine Anziehungskraft in der ganzen Nordwestschweiz - das Open-Air-Kino auf dem Schalanderplatz von Feldschlösschen. Vergangenes Jahr hat es trotz eher schlechtem Wetter gut und gerne 2500 Menschen angezogen.

Was vor 16 Jahren als kleiner Anlass in der Rheinfelder Altstadt begann, hat sich zum hochkarätigen Kulturereignis gemausert. Dieses Jahr erhoffen sich die Organisatoren noch mehr Erfolg, da es in Basel kein Film-Open-Air gibt.

Entsprechend ist die Auswahl im Hinblick auf Filme, Musik und Stargast: Mindestens so gut wie in den vergangenen Jahren, eher noch verlockender. Seit dem Jahr 2002 liegt die Organisation dieses in der Region einzigartigen Filmfestivals in den Händen des Vereins Open-Air-Kino Rheinfelden, der sich zum Ziel gesetzt hat, die hiesige Kultur rund um das bewegte Bild zu fördern - im Vorstand mittlerweile ein eingespieltes Team von Profis.

Es darf aber durchaus erwähnt werden: Das Open Air ist auch ein Kind des Rheinfelder Kulturmanagers Pascal Joray, der soeben den kommenden Rücktritt bekannt gegeben hat und der damit der Stadt Rheinfelden gleichermassen ein wundervolles «Geschenk» hinterlässt.

Eisern am Konzept festgehalten

Am bewährten, eingespielten und erfolgreichen Grundkonzept, gleichermassen «Dreifaltigkeit», halten die Organisatoren - zu Recht - auch dieses Jahr fest. Das Open Air kombiniert gesellschaftliches Leben mit Musik, Film und einem vielfältigen kulinarischen Angebot, Letzteres gewährleistet unter anderem vom Rheinfelder Hotel Schützen.

Die ausgewählten Filme werden nach wie vor in der Originalfassung mit Untertiteln gezeigt - das gilt den Organisatoren gleichermassen als heiliger Grundsatz. Ebenso wenig wird der Schalanderplatz wettersicher gemacht - das Rheinfelder Ereignis bleibt «Open Air» im Sinne des Wortes. Vergangenes Jahr sassen bei der Eröffnung rund 500 Menschen vor der Leinwand, unter Regenschirmen oder verhüllt in Plastik, weil es aus Kübeln schüttete.

Die Eintrittpreise bleiben - dank den Sponsoren - unter 20 Franken und sind damit für (fast) alle erschwinglich. Filmisch wird wiederum ein vielseitiges Programm von fünf ausdrucksstarken, emotionsgeladenen Filmen präsentiert: Vom Schweizer Film «Die Standesbeamtin» über die rabenschwarze englische Komödie «Death at a Funeral» zum Oscar-Abräumer «Slumdog Milionaire» bis hin zum Gesellschaftsdrama «Gran Torino» und zu der umwerfenden Komödie «Bienvenue chez les Ch'tis». Für Kinder wird wiederum kostenlos im Schützenkeller ein Film geboten, dieses Jahr «Madagascar 2».

Open-Air-Kino

Stargast Beat Schlatter

Auch musikalisch werden die Gäste auf ihre Rechnung kommen. Ein drittes Mal am Open Air auftreten wird der Rheinfelder und Ex-Tagesschausprecher Heiri Müller mit seiner Band. Weiter im Programm finden sich Blues mit Evy & the Bluesjacks, Louisiana-Sound mit den Street Rats, Swing mit dem Bläserorchester Dübis's Big Band sowie das Werkstattorchester, ebenfalls bläserorientiert, mit Jazz und Tanzmusik. Als Stargast empfangen Organisatoren und Gäste dieses Jahr den Schweizer Schauspieler Beat Schlatter, der im gezeigten Film «Die Standesbeamtin» eine Hauptrolle spielt.

Das Programm insgesamt richtet sich an ein Publikum in der Generation «30 plus», wie Stephan Koller als Vertreter des Sponsors UBS erklärte; das hatte die UBS bereits an einer der vergangenen Auflagen des Festivals mit einer Umfrage geklärt. Tausend Sitzplätze hält das Open Air an jedem der fünf Abende vor der Kinoleinwand bereit.