Eishalle gekauft

Eine Eisbahn wäre gekauft

Eislauf-Events: So dürfte es in der Reithalle zwischen dem 6. November und 3. Januar zu und her gehen, wenn «so-cool» zum Schlittschuhfahren, aber auch zum Party-Treff einlädt. (Bild: ZVG)

Eishalle Solothurn

Eislauf-Events: So dürfte es in der Reithalle zwischen dem 6. November und 3. Januar zu und her gehen, wenn «so-cool» zum Schlittschuhfahren, aber auch zum Party-Treff einlädt. (Bild: ZVG)

Jetzt machen die drei Inititanten von «so-cool» Nägel mit Köpfen Sie haben die nötige Eisbahn für den zweimonatigen Betrieb in der Reithalle gleich gekauft. Am 6. November solls losgehen – nicht nur «Schlifisele», sondern auch Partytime ist angesagt.

Wolfgang Wagmann

Als «Privatpersonen» hätten sie die Eisbahn erworben, und nicht über ihre Geschäfte, betont Markus Arm, Inhaber der Soolothurner Werbe- und Marketingfirma «jardinpublic.» Dies gelte auch auch für die Partner Harri Kunz (HKK Events, Biberist) und Markus Wälti (Powerhouse, Solothurn).

Doch am zweimonatigen Grossanlass «so-cool» würden dann die drei Firmen ihr Knowhow bündeln: «Powerhouse» sorgt für die Beleuchtung, Beschallung und Bühnentechnik, HKK für die Bar-Infrastruktur und «publicjardin» für die Vermarktung und PR. «Wir versuchen nun drei, vier Jahre das Ganze durchzuziehen», betont Arm angesichts eines Gesamtbudgets von 200 000 bis 250 000 Franken.

Wenn «so-cool» vom Publikum zwei Jahre lang erfolgreich angenommen würde, komme man in die Rentabilitätszone, meint Markus Arm angesichts von Investitionen in die ebenfalls gekauften Mietschlittschuhe, in einen neuen Teppichboden und in die Hallenmiete, die trotz eines «Langzeitrabatts» der Rythalle AG doch zu Buche schlägt.

Das «Triumvirat» geniesst auch keine Unterstützung der öffentlichen Hand, «wir müssen unsere Kosten über die Sponsoren, Eintritte, Einnahmen aus den Events sowie dem Getränke- und Food-Umsatz decken.»

Bar-Profi an Bord geholt

Die 300 Quadratmeter grosse Eisbahn hat die gleichen Dimensionen wie jene auf dem Dornacherplatz, jedoch wird das Eis nicht auf Alu-, sondern Kunststoffplatten erzeugt. Für die Eisreinigung kann auf eine klassische Eisputzmaschine verzichtet werden.

Man setzt stattdessen auf ein staubsaugerähnliches Instrument, das sich in Deutschland bereits bewährt haben soll. «Da das Gerät mit heisser Luft die losen Eispartikel wieder in die Lauffläche einarbeitet, vermeiden wir Schneereste», zeigt Markus Arm einen weiteren Vorteil der Neuanschaffung auf.

«Investiert» haben die drei Initianten aber auch ins Personal: Aktuell wird ein Team von drei, vier Vollzeitangestellten gebildet, das unter der Leitung des bestandenen Bar-Profis Fritz Röthlisberger - er hat bisher die Gassbar geführt - den Bar- und Gastrobetrieb in der Reithalle übernehmen wird. Dazu soll je nach Bedarf nebenamtliches Personal aus dem Umfeld der drei involvierten Betrieben rekrutiert werden.

Ab Donnerstag «von zwei bis zwei»

Im Gegensatz zu 2006, als man relativ spät den Durchführungsentscheid gefällt hatte, will man diesmal im Bereich der Jahresschluss-Firmenevents die Plattform «so-cool» besser vermarkten. «Einige Firmen haben sich schon angemeldet. Selbstverständlich darf dadurch der normale Eislaufbetrieb nicht tangiert werden», erklärt Markus Arm.

Deshalb stehe für Spezialanlässe die Galerie zur Verfügung. Im weiteren werde die gesamte Reithalle an den ersten drei Abenden der Woche für grössere Events frei gehalten, der öffentliche Eislaufbetrieb ist jeweils am Mittwoch (nachmittag), am Donnerstag, Freitag, Samstag und nochmals am Sonntagnachmittag möglich. Ab Donnerstag bis und mit Samstag gilt jeweils eine Betriebsdauer «von zwei bis zwei», wobei störender Nachtlärm in der Reithalle gänzlich vermieden werden soll.

Ein Hauch von Stefan Raab

«Am 24./25. Dezember bleibt die Reithalle geschlossen, erst am Samstag, 26. Dezember ist dann ein Konzert geplant», verweist Markus Arm auf einen «Vorteil» von «so-cool» für die Nachbarschaft: Die gewohnten Parties für ein sehr junges Publikum während der gesamten Altjahreswoche fallen nun in der Reithalle weg. «Darüber ist auch die Rythalle AG als Hallenvermieter nicht unglücklich», ergänzt Arm.

Dafür soll sonst einiges rund um die Eisbahn geboten werden: Am 4./5. Dezember bispielsweise ist ein Ice-Soccer-Challenge angesagt. «Dabei spielen je zwei Vierer-Teams auf der Eisbahn mit Bällen gegeneinander.» Der Clou am Ganzen: Statt in Schlittschuhen mühen sich die Challenge-Teams in keineswegs trittfesten Bowling-Schuhen wie auf «Glett-ise» ab - der Erfinder der «Sportart», TV-Macker Stefan Raab, lässt grüssen...

Ein Kinderanlass ist zudem am «Chlausetag», dem 6. Dezember, vorgesehen. Überhaupt rechnen die Initianten mit einer Wechselwirkung zur nahen Altstadt. «Wir hoffen, dass wir das städtische Gewerbe ins Boot holen können», blickt Markus Arm mit relativ wenig Wehmut auf die Erstauflage von «so-cool» in der Vorstadt zurück.

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