Eine besondere Anziehungskraft

Auch dieses Jahr gibt es in der Sekundarschule von Herzogenbuchsee wieder ein wahres Meisterstück zu bestaunen. Heuer errichteten die Neuntklässler einen 25 Quadratmeter grossen Weihnachtsbaum.

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Weihnachtsbaum

Weihnachtsbaum

Berner Rundschau

Michael Herzig

Wer an der Sekundarschule in Herzogenbuchsee vorbeispaziert, richtet seinen Blick automatisch zum Eingangsbereich. Nein, nicht weil sich jeder Passant an dieser Stelle an seine Schulzeit erinnert, auch nicht aufgrund einer besonderen architektonischen Bauweise. Es ist der riesige Weihnachtsbaum, welcher in diesen Wochen die Wirkung eines Magneten entfacht.

Das Schmücken des Eingangsbereiches ist an der Sekundarschule Herzogenbuchsee inzwischen zur Tradition geworden. Seit 1998 lässt jedes Jahr eine neue Klasse ihre Talente aufblitzen. Dieses Jahr waren die Neuntklässler der 1a für das Werk verantwortlich.

Über 20 Stunden haben sie aufgewendet, um auf die rund 25 Quadratmeter grosse Glasfläche (5,4 x 4,7 Meter) ein weihnächtliches Motiv zu «zaubern». Klassenlehrerin Tonia Di Pietro: «Ein Werk in dieser Grössenordnung, das aus Dutzenden von Einzelteilen besteht, war für uns eine grosse Herausforderung.» Es sei eine äusserst aufwändige Arbeit gewesen, die einer akribischen Planung und höchster Konzentration bei deren Umsetzung erfordert habe. Die Bemühungen haben sich aber ausbezahlt. Das entstandene Ergebnis ist eindrücklich. Nun strahlt dem Besucher ein Weihnachtsbaum entgegen, geschmückt mit Kugeln, die allesamt mit Engeln in verschiedenen Posen gefüllt sind.

Traditionen beibehalten

Speziell bei Dämmerung oder in der Nacht, bei gleichzeitiger Innenbeleuchtung, ist die Wirkung des aus Malkarton und Seidenpapier bestehenden Gebildes besonders imposant. Beim Erblicken dieses Werks wird trotz des (noch) fehlenden Schnees jedem klar, dass Weihnachten unmittelbar vor der Türe steht. Das Sujet für die Dekoration haben die Schüler ausgewählt.

Die Klassenlehrerin hätte sich eher für eine abstrakte Konstruktion entschieden. Sie habe aber bewusst auf die Vorlieben der Schüler Rücksicht genommen, weil es schliesslich deren Bild werden sollte. «Trotz zunehmender Modernisierung scheint ihnen gerade an der Adventszeit immer noch viel an traditionellen Werten zu liegen», stellte

Tonia Di Pietro fest. Die Neuntklässler hätten sich mit grossem Engagement eingesetzt und dürfen nun täglich die Früchte ihrer harten Arbeit ernten. «Wenn über 230 Schüler rund um die Uhr die Blicke bewundernd auf ihr Werk richten, ist das wohl der schönste Lohn für die Protagonisten», so Tonia Di Pietro.