Urs Byland

Ein 47-jähriger Fahrradlenker fuhr am Donnerstag um 23.25 Uhr auf der Alpenstrasse in Grenchen in südlicher Richtung talwärts. Dies - gemäss Zeugenaussagen - mit hoher Geschwindigkeit, wie die Kantonspolizei mitteilt. Bei der Kreiselanlage beabsichtigte der Mann diesen geradeaus zu passieren. Er achtete offenbar nicht auf die Randsteine, welche das Provisorium der Kreisverkehrsanlage bilden, und kollidierte frontal mit diesen.

Der Velofahrer flog zusammen mit seinem Mountainbike einige Meter durch die Luft und schlug danach heftig auf der Fahrbahn auf, so der Poizeibericht. Das Amublanzteam forderte nach der Erstversorgung unverzüglich die Rega an, welche den Verunfallten in eine Spezialklinik flog.

Nach ersten Erkenntnissen erlitt er beim Unfall schwere Kopf- und Gesichts- sowie Brust- und Beckenverletzungen. Die Unfallstelle wurde von den Spezialisten der Verkehrstechnik der Kantonspolizei vermessen.

Der Kreisel am südlichen Ende der Alpenstrasse wurde von der Grenchner Baudirektion wie erwähnt provisorisch erstellt. Dazu erklärt Heinz Rüegger, Leiter Tiefbau Grenchen: «Das Provisorium musste verlängert werden, weil diverse Leitungsarbeiten durchgeführt wurden.» Im Herbst wird der Kreisel definitiv gebaut. Das heisst, der Kreisel wird aufgeschüttet und erhält eine Bepflanzung.

Da der Velofahrer nach seinem Sturz auch an den Kreiselrand auf der gegenüberliegenden Seite prallte, stellt sich die Frage, ob eine Aufschüttung nicht auch bei einem Provisorium zwingend sei. Roger Schibler, Leiter Strassenbau Kanton Solothurn, verneint. «Das ist keine Norm. Empfohlen wird, dass die dem Kreisel zufahrenden Verkehrsteilnehmer keine Durchsicht haben.»