«Es kann nicht sein, dass einige Gemeinden eine Sozialregion aufbauen und viel Geld investieren, und sich dann andere Gemeinden später ins gemachte Nest setzen», sagte Hans Peter Berger, Gemeindepräsident von Langendorf, seine Meinung zum Beitritt von Flumenthal zu den Sozialen Diensten Mittlerer und Unterer Leberberg. Es sei absehbar gewesen, dass Flumenthal früher oder später dazustosse, meinte er weiter.

Nachdem der Flumenthaler Gemeinderat zunächst darüber informiert werden musste, dass die Sozialen Dienste als Verein fungieren, steht dem Beitritt der Gemeinde nichts mehr im Wege. Damit die Rechnung für alle aufgeht, soll die Einwohnergemeinde entsprechende Beiträge auch leisten. Darunter fällt der Startbeitrag für die Infrastruktur und einen Anteil am Aufwandüberschuss vom Jahr 2007. Ebenso diesjährige Administrations-, Familienberatungs- und Fallkosten. Flumenthal gehört also seit gestern zu den Sozialen Diensten und der Betriebsbeitrag beträgt für die Gemeinde dieses Jahr insgesamt 44 487 Franken.

Asylwesen über Sozialregion

Die Delegiertenversammlung nahm zudem zur Kenntnis, dass nun auch das Asylwesen über die Sozialregion läuft. Für die Sozialregion heisst das konkret, dass die Abrechnung von Asylbetreuungen und die Zuweisung der Asylsuchenden an die Gemeinden über den Regionalsozialdienst läuft. Wie das genau laufen solle, wisse aber noch niemand, meinte Berger. Dem Amt für soziale Sicherheit ginge es bei dieser Veränderung darum, Schnittstellen zu reduzieren.

Wichtig sei, fand Berger, dass in der Sozialregion die grossen Gemeinden wie Bellach nicht zu stark belastet würden, indem die Grosszahl der Asylsuchenden dort untergebracht wird. Das Beste sei auf weite Sicht wohl sowieso, wenn das ganze Asylwesen ausgelagert würde, was wiederum eine Frage des Preises sei. Im Moment sei aber noch zu viel unklar, um dazu Genaueres zu sagen.

Positive Rechnung

Mit einem Ertragsüberschuss von 50 234 Franken schliesst die Laufende Rechnung 2008 der Sozialen Dienste Mittlerer und Unterer Leberberg ab. Der Grund des entstandenen Überschusses ist jedoch weniger positiv. Man konnte nämlich Geld einsparen, weil einige Stellen eine Zeit lang nicht besetzt waren, was das Personal ziemlich belastet hat.

Doch nun seien alle Stellen wieder zu 100 Prozent gedeckt. Mit dem Gewinn könne der Fehlbetrag in der Bestandesrechnung, den man vom ersten Betriebsjahr mitgeschleift hat, weiter vermindert werden. Das Defizit beträgt somit noch 48 800 Franken und auch dieses dürfte, wenn nichts schief läuft, laut Berger bis Ende Jahr ausgeglichen werden.

Im Rahmen des Jahresberichts der Sozialen Dienste informierte Hansruedi Waiz, dass die Sozialhilfefälle weiterhin rückläufig seien, meinte aber, dass sich dies angesichts der schwarzen Wolken am Arbeitshimmel wohl wieder ändern werde.