«Aus meteorologischer Sicht hat der Herbst bereits am 1. September angefangen», sagt Klaus Marquardt von Meteo News. Doch in der Realität hat sich der Hochsommer noch bis Anfang Woche mit Temperaturen bis 30 Grad halten können. Damit ist es nun vorbei. Heute Freitag zieht nämlich eine Kaltfront, ausgehend von Ex-Hurricane Danny, über die Schweiz. Die Schneefallgrenze fällt auf 2000 Meter und in der Nacht sogar auf 1500 Meter. Im Verlauf des Tages setzt kräftiger Regen ein, begleitet von stürmischen Winden. Erst in der Nacht lassen die Niederschläge nach.

Am Samstagmorgen liegen die Temperaturen noch immer tief, zwischen 7 und 9 Grad. Diese klettern dann im Verlauf des Tages auf rund 18 Grad. «Das Wetter wird freundlich und sonnig», sagt Marquardt. Das gleiche gelte auch für Sonntag. Während der Morgen noch kalt und zum Teil mit Nebelfeldern und Bodenfrost anfange, steige das Quecksilber ebenfalls bis 20 Grad.

Nächste Woche setzt dann der klassische «Altweibersommer», auch bekannt unter dem Namen «Indian Summer», ein. Dieser beschert uns kalte Morgentemperaturen bei stabilem und sonnigem Wetter mit Tageshöchsttemperaturen bis zu 25 Grad. «Dieses Wetter ist optimal für Wanderungen und Bergtouren», so Marquardt. Das Wort «Altweibersommer» bezeichnet übrigens einen Zeitabschnitt gleichmässiger Witterung im Spätjahr, oft im September, die sich durch schönes, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet.

Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit «weiben» wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet. Im Volksglauben wurden diese Spinnweben aber auch für Gespinste von Elfen, Zwergen oder der Jungfrau Maria gehalten. Man nahm an, dass es baldige Hochzeit verheisse, wenn sich fliegende Spinnfäden im Haar eines jungen Mädchens verfangen würden. (fhe)