Im Schnitt über sieben Millionen, an Spitzentagen sogar bis zu 15 Millionen. So viele E-Mails filtert das Bundesamt für Informatik und Technologie (BIT) jeden Tag. Gemäss den veröffentlichten Zahlen sind davon lediglich zwei bis drei Prozent legitim. Der Rest ist «Müll». Meist Werbemails - manchmals aber auch schädliche Nachrichten mit Viren im Gepäck.

«Ohne wirksamen Spam-Filter würden E-Mails für die Bundesverwaltung schlicht unbrauchbar», sagte Werner Ammann, Systemspezialist des BIT gegenüber dem «Tages-Anzeiger». 2004 entstand dem BIT durch die Spam-Mails ein jährlicher Schaden von zwei Millionen Franken.

Ein Schweizer mischt mit

Auch ein Schweizer mischt in der Welt der grössten Spammer mit. Der heute 28-jährige Genfer Oswald Bousseau taucht auf der schwarzen Liste der internationalen Organisation «Spamhaus» auf. Aktuell bietet Bousseau gemäss dem «Tages-Anzeiger» auf der Webseite DecisionMaker.eu wieder vermutlich geklaute Kundendaten an. Die Datenbank für die Schweiz enthält Angeben von leitenden Angestellten diverser grösserer Firmen.

In der Tschechei wurde Bousseau öffentlich zur Fahndung ausgeschrieben. (skh)