Howag-Areal

Ein Refugium für alte Menschen

Projekt: Das Alters- und Pflegezentrum in der Güpf in Wohlen wird in einem vierstöckigen Gebäude geplant. (VISIONALISERUNG WETTER IMMOBILIEN AG)

Howag

Projekt: Das Alters- und Pflegezentrum in der Güpf in Wohlen wird in einem vierstöckigen Gebäude geplant. (VISIONALISERUNG WETTER IMMOBILIEN AG)

Das Howag-Industrieareal in Wohlen wird für betreutes Wohnen im Alter umgenutzt. Ein Alters- und Pflegezentrum ist geplant. Das Baugesuch wird demnächst eingereicht.

Jörg Baumann

Die Firma Howag Kabel AG ist aus Platzgründen von Wohlen nach Dintikon gezogen. Auf dem Fabrikareal in der Güpf in Wohlen ist ein Alters- und Pflegezentrum mit 18 Pflegebetten, 55 Zweizimmer- und 15 Dreizimmerwohnungen für das betreute Wohnen im Alter geplant. Daniel Schwarzentrub, Projektentwickler bei der Firma Wetter Immobilien AG in Busslingen, bestätigt einen Bericht im «Wohler Anzeiger». Das Howag-Grundstück gehört heute der JMC Immobilien AG in Baden. Sie will es weiterverkaufen. In das Alters- und Pflegezentrum sollen Baukosten von 25 Millionen Franken investiert werden. Welcher Investor auf den Plan tritt, sei noch nicht bekannt, sagt Schwarzentrub. «Wir stehen noch mit Interessenten in Verhandlungen.» Eine Zweizimmerwohnung wird 2500 Franken und eine Dreizimmerwohnung 3400 Franken pro Monat kosten (mit Nebenkosten ohne Pflege).

Nachfrage ist vorhanden

Aus einer Machbarkeitsstudie habe sich herauskristallisiert, dass der Bedarf nach einem weiteren Alters- und Pflegezentrum im unteren Freiamt überregional vorhanden sei, sagt Schwarzentrub. Zahlen aus dem kantonalen Gesundheitsdepartement belegen das: 2007 bestanden im Aargau 5800 Pflegeplätze, die zu 97,7 Prozent ausgelastet waren. Von den Bewohnern waren 78 Prozent 80 Jahre alt oder älter, davon waren zwei Drittel pflegebedürftig. Die Zahl der Pflegeplätze soll sich nach der kantonalen Planung bis ins Jahr 2025 auf 8000 erhöhen.

Daniel Schwarzentrub streicht den Standortvorteil des neuen Zentrums hervor: «Das Howag-Areal in Wohlen liegt für ein Alters- und Pflegezentrum hervorragend. In der Nähe befinden sich Apotheken, Arztpraxen und der Bahnhof.» Vorabklärungen mit dem Ortsplaner von Wohlen haben ergeben, dass die Überbauung zonengerecht ist. Das Grundstück liegt in der Wohn- und Gewerbezone, wo auch Alterswohnungen erlaubt sind.

Eine Vorprüfung habe das Projekt bei der Gemeinde durchlaufen, teilt Schwarzentrub mit. Bei der Feinplanung des Alters- und Pflegezentrums arbeitet die Wetter Immobilien AG mit dem Badener Architekturbüro Erdin und Koller zusammen. «Das Büro erarbeitet die Pläne für die Baueingabe. Diese wird nächstens erfolgen», sagt Schwarztrub.

Spatenstich im Herbst

Fest steht, dass das neue Zentrum in der Güpf über komfortable und rollstuhlgängige Alterswohnungen verfügen soll. Es wird eine Pflegeabteilung mit einem 24-Stunden-Dienst eingerichtet. Zudem wird im Zentrum auch ein öffentliches Restaurant geplant. Der erste Spatenstich ist laut Schwarzentrub in diesem Herbst, die Eröffnung im Frühling 2011 vorgesehen. «Diese Termine sind ehrgeizig angesetzt», gibt Schwarzentrub zu. «Ob sie eingehalten werden können, hängt davon ab, wie schnell die Gemeinde Wohlen die Baubewilligung erteilt.» Marianne Piffaretti, Präsidentin des Trägervereins des Alters- und Pflegeheimes Bifang in Wohlen, wurde noch nicht direkt über das Projekt auf dem Howag-Areal informiert. Sie geht aber davon aus, dass die Initianten ihre Hausaufgaben gemacht und «die Sache schon richtig studiert haben».

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