Bergrestaurant
Ein Österreicher auf dem Vogelberg

Müllers Wanderer können auf dem Vogelberg wieder einkehren. Das beliebte Bergrestaurant zwischen Wasserfallen und Passwang ist wieder offen. Ein Österreicher hat den Neuanfang möglich gemacht.

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Bergrestaurant

Bergrestaurant

bz Basellandschaftliche Zeitung

Heidi Schwarz

Grüezi und Servus am Vogelberg. «Die Mauser ist vorbei!», wirbt der neue Pächter des Bergrestaurants auf seiner Homepage für eine Einkehr. Der Vogelberg hat sich gemausert und erstrahlt in neuem Glanz. «Die Pacht stellt für mich eine grosse Herausforderung dar», sagt Andreas Höffernig. Denn der gebürtige Österreicher weiss: Seine Vorgängerin genoss fast schon Kultstatus.

Der 39-Jährige ist sich des Erbes bewusst. Er hat die Verpflichtung auch nicht auf die leichte Schulter genommen. «Es kostete mich schon einige schlaflose Nächte», meint er. Das war gestern. Heute blickt Höffernig vorwärts. Er will dem Bergrestaurant im Gebiet Passwang/Wasserfallen auch seinen Stempel aufdrücken ohne mit Bewährtem zu brechen.

Kleinigkeiten sind es vorerst, die heute den Unterschied zur Vorgängerin ausmachen. Beispielsweise eine frisch gestrichene Gaststube und Tagesmenüs, die schon einmal mit Angeboten angereichert sind, die auf die Herkunft des Pächters hinweisen.

Ende des Gourmet-Tempels brachte Wende

Andreas Höffernig kocht seit über 20 Jahren. Nach der Ausbildung zum Koch und Servicefachangestellten in seinem Heimatland arbeitete er vor allem im Schweizer Gastgewerbe. Unter anderen war er im «Frohsinn» in Oensingen und im «Einstein» in Aarau tätig. Den Ausschlag für den Gang in die Selbstständigkeit gab Höffernig die Schliessung der «Kalten Herberge» in Roggwil. In diesem Gourmettempel war er Chef de Service. «Ein Wendepunkt in meinem Leben», kommentiert Höffernig.

Der Österreicher machte sich auf die Suche nach einer Beiz in der Schweiz. Er schaute sich zahlreiche Betriebe an. «Unter solchen im Aargau, Solothurn, Schwyz und Baselbiet verliebte ich mich in den Vogelberg», ist Höffernig über die erfolgreiche Suche glücklich. «Beim ersten Besuch wusste ich, das ist das, was ich suchte.» Besonders begeistert ist er, und das schreibt er auch auf der Homepage, über die Lage im wunderschönen Passwanggebiet. «Die ist einzigartig und phantastisch.»

Produkte aus der Region

Wohnen wird Höffernig mit seiner Familie vorläufig nur am Wochenende auf dem Vogelberg. Die Wohnung in Oensingen wird unter der Woche sein Zuhause sein. Das ermöglicht ihm auch, dass er am Feierabend seine Ruhe findet. Das ist für ihn umso wichtiger, als dass er auf dem Vogelberg ziemlich gefordert ist. Das Bergrestaurant ist ein beliebtes Ausflugsziel und vor allem an Wochenenden ein beliebter Treffpunkt.

Müllers Wanderer sind auf dem Vogelberg auch weiterhin gut bedient und herzlich willkommen. Wenn immer möglich will Höffernig die Gäste mit Kulinarischem und Produkten aus der Region bewirten. «Das ist meine Philosophie.» Trotzdem plant er regelmässig österreichische Spezialitätenwochen. Die erste im Herbst, wo er dann seine Spezialität, nämlich frische Apfelstrudel, noch besser zur Geltung bringen kann.

www.vogelberg.ch.