Pascha

Ein Ort, nicht nur für Paschas

Startklar: Jürg Minder und Angelica Vionnet freuen sich, dass es nun losgeht. Felix Gerber

Startklar

Startklar: Jürg Minder und Angelica Vionnet freuen sich, dass es nun losgeht. Felix Gerber

Heute Mittwochabend eröffnen Angelica Vionnet und Jürg Minder den Swiss-Clubbers Pascha in Bützberg. Sie wollen damit den Oberaargauern einen Ort zurückgeben, an dem sie tanzen könne.

Irmgard Bayard

Angelica Vionnet und Jürg Minder kennen sich eigentlich nicht. Das heisst, noch nicht lange. Die 49-Jährige stammt aus dem Aargau und arbeitet in einem Reisebüro. In ihrer Freizeit organisiert sie seit zwölf Jahren erfolgreich Partys. «Die Ü25-Partys waren meine Idee», sagt sie von sich.

Der 40-jährige eidgenössisch diplomierte Marketingplaner wohnt in Grasswil und arbeitet als Sachbearbeiter. Zusammen mit Mirosch Gerber hat er die legendären Technopartys in Roggwil organisiert, war für den ganzen Aufbau verantwortlich - oder wie er sagt «im Hintergrund tätig».

Vionnet und Minder legen als DJs Platten auf. Beide sind mit Beat Baur, alias DJ Cube, bekannt. Dieser hatte im Sommer beim «Pascha» die Aloha-Bar betrieben und suchte Partner, die das «Pascha» als Dancing betreiben wollen. Er stellte Vionnet und Minder einander vor. «Seither sind wir verkuppelt, allerdings nur in beruflicher Hinsicht», wie die zweifache Mutter betont.

Viel Herzblut investiert

Inzwischen haben sie «mit viel Liebe und Herzblut, sowie der Hilfe zahlreicher Freunde», das «Pascha» auf Vordermann gebracht. Finanziell wurden «einige zehntausend Franken» investiert. «Mich hat die Idee, ein eigenes Dancing zu führen, schon lange gereizt», sagt Vionnet. Darin könne sie ihre eigenen Vorstellungen verwirklichen.

Einmal im Monat eine Liveband

Die Ladiesnight von heute Mittwoch wird wie bisher im «Pascha» weitergeführt. Von 21 bis 23 Uhr haben Frauen freien Eintritt. Am Freitag gibt es Musik für ein Publikum ab etwa 25 Jahren. Zu hören sind Hits aus den Charts von den 70er-Jahren bis heute. Verschiedene DJs legen auf: DJ Cube, DJ Jüre und DJ Deluxe (Minder) sowie DJane Angie (Vionnet) und andere. Geplant sind zudem verschiedene Themenabende wie Oldie-Party, Oktoberfest und Countryabend.

«Einmal im Monat spielen am Samstag Livebands», sagt Vionnet. «Ansonsten wird an diesem Tag das Lokal an Dritte vermietet. «Pascha»-Inhaberin ist die UBS, welche die Liegenschaft im Mai 2004 ersteigert hatte. Der Patentgeber heisst Marc Zahnd. Er hat das Lokal von der UBS gemietet. Der Eintritt soll möglichst niedrig gehalten werden.

Frauen kommen teilweise gratis in den Club. «Das Ziel ist es, viele Mitglieder zu gewinnen. Damit haben wir eine gewisse Kontrolle», sagt Minder zur Membercard. Damit will er Schlägereien und dergleichen vermeiden, wie sie im früheren «Pascha» ab und zu vorgekommen sind. «Vor allem Frauen sollen sich bei uns ohne Bedenken aufhalten können», fügt er an.

Mehr Kultur

«Wir planen auch Ausstellungen», sagt Vionnet, die mehr Kultur in das Lokal bringen möchte. Überhaupt soll das neue Pascha Swiss-Clubbers - der Namenszusatz soll gemäss den Betreibern den Neuanfang signalisieren - eine Begegnungsstätte werden, «für Leute jeden Alters», wie Vionnet betont, «also auch für Ältere».

Platz hat es für 250 bis 300 Personen. Angestellte gibt es im «Pascha» noch nicht, «aber sechs bis acht Kollegen sind involviert», sagt Minder. Sobald der Club läuft, wollen sie eine Crew aufbauen, «ein schlagkräftiges Team», so Vionnet. Für Ordnung wird gesorgt. «Wir haben einen privaten Sicherheitsdienst engagiert», sagt Minder. Mit der Neueröffnung will er vor allem eines: «Den Oberaargauern das ‹Pascha› wieder zurückgeben, so wie es früher einmal war.»

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