«Ein Menschenleben aufs Spiel gesetzt»

«Wenn Frau Furter nicht Alarm geschlagen hätte, wäre der Schaden noch viel grösser.» Werner Funk vom Lampenshop dankt es mit Blumen. (Bild Thomas Stöckli)

Obfelden

«Wenn Frau Furter nicht Alarm geschlagen hätte, wäre der Schaden noch viel grösser.» Werner Funk vom Lampenshop dankt es mit Blumen. (Bild Thomas Stöckli)

Der Brand an der Ottenbacherstrasse 25 in Obfelden kostet hunderttausende von Franken. Einem glücklichen Umstand ist es zu verdanken, dass es nicht noch schlimmer kam.

Eigentlich wollte sie nur eine Leuchtröhre ersetzen, doch als Gianna Furter am vergangenen Mittwochnachmittag im Obfelder Lampenshop auftaucht, wird sie herzlich begrüsst und gefeiert. Schliesslich war sie es, die in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober an der Ottenbacherstrasse 25 in Obfelden den Rauch bemerkt und darauf die Feuerwehr alarmiert hatte. «Wenn sie nicht Alarm geschlagen hätte, wäre der Schaden noch viel grösser», so Werner Funk, Geschäftsleiter vom Lampenshop. Einem glücklichen Zufall ist es zu verdanken, dass Gianna Furter an diesem Abend später als üblich zu Bett ging: «Sonst weiss ich nicht, ob ich es überlebt hätte», sagt sie.

Nach vier Tagen wieder eröffnet

Ein Feuer in ihrem Wohnhaus, das müssen die wenigsten erleben - Gianna Furter allerdings bereits zum zweiten Mal: Am 11. Oktober 2008 hatte es gleichenorts schon einmal gebrannt und sie wurde vom Dach über die Autodrehleiter der Feuerwehr Affoltern evakuiert. Auch damals war das Feuer allem Anschein nach bewusst gelegt worden, weshalb man dieselbe Täterschaft vermutet.

Kurz nach Mitternacht habe er in der Nacht von Donnerstag, 15., auf Freitag, 16. Oktober, vom Brand erfahren. Als er wenig später vor Ort war, habe man vor lauter Rauch bereits nichts mehr gesehen. Während der Löscharbeiten entdeckte die Feuerwehr Obfelden dann auch im zweiten Stock Feuer. Über Kabelkanäle und Lüftungsrohre gelangte Rauch bis zuoberst. Nachdem die Brandermittler das Gebäude am Freitagmorgen um 10 Uhr freigegeben hatten, ging das grosse Aufräumen los: Vier Tage lang wurde bei Funk + Meier mit Vollgas geputzt, um wenigstens im Lampenshop möglichst schnell den Betrieb aufnehmen zu können. Bereits am Dienstag, 20. Oktober, wurde dieser wieder eröffnet. Bis allerdings zum Normalbetrieb zurückgekehrt werden kann und die letzten Spuren beseitigt sind, dürfte es noch Monate dauern. (tst.)

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