91 Schweizer vermisst
Ein Massengrab wird vorbereitet

Die hohen Temperaturen begünstigen die Verwesung und damit die Entstehung von Seuchen. Deshalb müssen die Leichen möglichst schnell von den Strassen weggeholt werden.

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Erdbeben Haiti

Erdbeben Haiti

Tausende von getöteten Menschen liegen auf den Strassen und unter den Trümmern. Helfer bereiten nun ein Massengrab vor. Inmitten dieser schrecklichen Bilder gelingen den Helfern aber auch kleine Wunder. Mehrere Überlebende konnten aus den Trümmern geborgen werden.

Derweil wird die Wut und Ungeduld der notleidenden Menschen immer grösser. Erschwerend kommt eine fehlende Koordination vor Ort hinzu.

Von 91 Schweizern noch kein Lebenszeichen

Das erste Schweizer Hilfsteam ist in Port-au-Prince angekommen und hatte bereits mit vielen ortsansässigen Schweizern Kontakt. Die bis Donnerstagabend erreichten 87 Personen sind unverletzt. Bei den restlichen 91 Schweizern gibt es wenigstens noch keine Hinweise, dass sie zu den Opfern gehören.

Momentan hat die Schweiz drei Rettungsteams nach Haiti geschickt. Ein weiteres Team mit medizinischen Spezialisten sowie ein erster Flug mit 33 Tonnen Hilfsgütern sollten die Schweiz am Freitag in Richtung Haiti verlassen, wie Lars Knuchel, Sprecher des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA), gegenüber Radio DRS sagte.

Für Personen, die Familienangehörige in Haiti vermissen, hat das EDA zudem unter der Nummer 031 325 33 33 eine Hotline eingerichtet. Zudem wurde im Internet ein Suchformular aufgeschaltet.