Ein Kissen für ruhigen Schlaf

Ein Kissen für ruhigen Schlaf

Ein Kissen für ruhigen Schlaf

Ein Haus im Vollbrand, aus allen Etagen rettet die angerückte Feuerwehr mit Leitern und Autodrehleiter die Eingeschlossenen, die Brandbekämpfung ist im Gang – da krachen auch noch Autos von zwei Gaffern ineinander.

Niklaus Stuber

Ganz schön gefordert wurde die Solothurner Feuerwehr an ihrer Hauptübung – sie hatte aber auch die Gelegenheit, ihr grosses Können den zahlreichen Zuschauern zu präsentieren. «Haus in Vollbrand mit eingeschlossenen Personen Ecke Westbahnhof», das war die Anlage der diesjährigen Hauptübung. Sie zog eine erfreulich grosse Anzahl Zuschauer an, die «ihre» Feuerwehr, die Arbeit, Ausrüstung und Fahrzeuge bewunderte und mit ihrer Anwesenheit auch «der Feuerwehr die Anerkennung ausdrückt. Das ist ebenso wichtig wie der Sold», erklärte Stadtpräsident Kurt Fluri, der es sich einmal mehr nicht nehmen liess, auch durch seine Anwesenheit die Anerkennung auszudrücken.

Täuschend echt

Was Wenige wussten: Mitten in der Übung krachten zwei Autos, gelenkt von Feuerwehrmännern, täuschend echt zusammen, und Übungsleiter Erich Hohermuth musste seine Einsatzkräfte neu einteilen. Die Rettung der in einem der Autos eingeklemmten Person lief neben der Brandbekämpfung und Personenrettung nun unter Urs Vogler. Die Kader und Feuerwehrleute bewiesen dabei nicht nur ihr Können, sondern auch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem ebenfalls eingesetzten Rettungsdienst und der Stadtpolizei Solothurn.

Ruhig, kompetent, konzentriert und effektiv erledigten die eingesetzten Kräfte ihre Arbeit. Den Besuchern, darunter Paul Meier als Vertreter der Gemeinde Feldbrunnen, Personen des Solothurner Gemeinderates und Delegationen benachbarter Feuerwehren, verging die Zeit im Fluge, immer gab es auf einem der Schauplätze etwas Interessantes zu sehen, sodass der Leiter der Hauptübung, Fredy Tschumi, bei der Übungsbesprechung eine positive Bilanz ziehen konnte.

Fluri würdigte in seiner Ansprache die Leistung vom vergangenen Samstag im Speziellen und die grundsätzliche Leistung im Allgemeinen. Der Einsatz und das Können der Milizfeuerwehr seien nicht selbstverständlich. Mit zu bedenken sei, dass bei jedem Einsatz auch eine Gefährdung der eigenen Person drohe. «Denkt auch an euch und eure Familien», rief er die Feuerwehrleute auf, und er schloss im Hinblick auf die soeben von den vereinigten Blaulicht-Organisationen gezeigte Leistung: «Wir können ruhig auf dem Kissen von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei schlafen.» Ans Schlafen dachte man aber noch nicht. Apéro für die Anwesenden und Retablierten sowie der traditionelle Imbiss mit Schlummerbecher für die Feuerwehr standen auf dem Programm.

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