Der Blues gastiert für eine Woche in der Bäderstadt. Den Auftakt zum Festival bildete am Samstag ein beschwingtes Gassenkonzert.

Roman Schenkel

Das Gemüse, das die Verkäufer und Verkäuferinnen am Samstagmorgen auf dem Badener Markt feilboten, schmeckte für einmal ganz anders. Es war bereits gewürzt. Für die Geschmacksverstärkung sorgte die einheimische Bluesband Salz&
Pfäffer.

Mit Trompete, Posaune, Tuba, Saxofon, Banjo, Schlagzeug und Pauke zog die Band quer durch die Badener Altstadt und machte mit ihrem beschwingten Strassenblues den Morgeneinkauf zum Erlebnis: Die Marktbesucher blieben stehen und wippten zur Musik, die Verkäufer nickten und verkauften ihre Ware im Takt. Fröhliche Gesichter, wo man nur hinblickte, zumal die Sonne auch den Morgenmuffeln ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

«Der Blues ist dort zu Hause, wo er gespielt wird», freute sich die OK-Präsidentin des Festivals, Susanne Slavicek. «Und diese Woche ist die Bluesmusik in Baden zu Hause.» Eine Woche lang steht Baden im Zeichen der Bluesmusik. Ab heute Abend spielen in verschiedenen Restaurants lokale, nationale und internationale Bluesmusiker auf. «Das Festivalprogramm ist sehr vielfältig und bietet für jeden Musikgeschmack etwas», sagte Slavicek. Den Abschluss und Höhepunkt des Festivals sind die Konzerte und Late-Night-Ses-
sions im Nordportal. Leider konnte der beliebte «Bluestrain» dieses Jahr leider nicht losfahren – dem diesjährigen Festival fehlt ein Hauptsponsor.

Doch zurück zum samstäglichen Auftakt. Auch die Wynavalley Oldtime Jazzband sorgte auf dem Schlossbergplatz für gute Stimmung. An der Klarinette, wie gewohnt, Regierungsrat
Peter C. Beyeler. «Blues ist Musik mit viel Gefühl und Spontaneität. Es ist faszinierend, der Musik zuzuhören, aber auch wunderschön zum Musizieren», sagte Beyeler vor dem Auftritt. Man wisse aber nie genau, wie ein Konzert herauskomme. «Es kommt ganz auf die Stimmung an.» Diese war beim Auftritt der Wynavalley Jazzband aber ausgezeichnet. Die Musiker begeisterten mit fetzigem Dixie, Swing und Blues.