Jürg Amsler

«Obs am richterlichen Verbot liegt, ist schwierig zu sagen.» Rita Hedinger, Gemeindepräsidentin in Arch, weiss nur, dass «es in diesem Jahr praktisch keine Ruhestörungen gegeben hat, die zu Reklamationen geführt haben.» Nicht nur rund um die Schulhäuser und den Kindergarten, sondern an anderen beliebten Treffpunkten der Jugendlichen im Dorf sei nichts Erwähnenswertes festgestellt worden. Die unregelmässig beim Schulareal und im Dorf patrouilliernden Securitas-Leute würden dies bestätigen. «Auf den Rapporten steht immer: keine besondere Vorkommnisse.» Rita Hedinger: «Wir hatten im Gegensatz zu früher ein ganz ruhiges Jahr. Nicht nur Ruhestörungen blieben bisher aus, auch Vandalenakte.» Die Gemeindepräsidentin hat für diese erfreuliche Feststellung verschiedene Erklärungen und verteilt als Erstes ein dickes Lob an die Adresse der Jugendlichen: «Obs zu unliebsamen Vorkommnissen kommt, hängt immer von der Zusammensetzung einer Gruppierung ab. Die gegenwärtige Konstellation zeigt sich in dieser Hinsicht von der ganz positiven Seite.»

Ein weiterer wichtiger Punkt: Die Mitglieder der Kommission für das Bildungswesen hätten ihre Kontrollgänge fortgesetzt und dabei einen «guten Draht zu den Jugendlichen gefunden.» Beidseitig werde einander Respekt gezollt. «So können potenzielle Konfliktsituationen ohne Probleme geregelt werden.»

Für den Gemeinderat von Arch sei klar: Ein Verbot nützt nur, wenn dieses auch kontrolliert wird. Sich mit dem Erreichten zufrieden geben oder gar die Zügel locker lassen, will er hingegen nicht. Rita Hedinger: «Wir werden an den eigenen Kontrollgängen und jenen durch die Securitas festhalten. Und wenn jemand erwischt wird, der sich nicht an die Regeln hält, der wird gebüsst.»

Prävention ist ebenso wichtig

Die Gemeindebehörden setzen auch in Zukunft auf die Prävention. Rita Hedinger: «Wir haben zusammen mit unseren Nachbargemeinden und der Kantonspolizei einen Informationsabend zum Thema Gewaltprävention durchgeführt. Dieser war sehr gut besucht - auch wenn die Zielgruppe nicht in Scharen vertreten war.» Getreu der erarbeiteten Leitsätzen werde sich die Gemeinde Arch den sozialen Problemen aller Alterskategorien annehmen, also «auch den Jugendlichen», sagt Hedinger und: «Die Gemeinde will für alle Bürgerinnen und Bürger Schutz und Sicherheit gewährleisten.»

So werde sich an der bisherigen Praxis nichts ändern. Rita Hedinger versichert: «Die Behörden und die Polizei werden nur dann einschreiten, wenn es wirklich nötig ist.»