indonissa-Museums in Brugg
Ein Dach für steinerne Zeitzeugen

Nach dem Umbau und der Neugestaltung des Vindonissa-Museums in Brugg wird jetzt auch der Lapidariumsgarten neu gestaltet. Dabei soll auch ein Schutzdach erstellt werden.

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Ein Dach für steinerne Zeitzeugen

Ein Dach für steinerne Zeitzeugen

Louis Probst

«Die Steine sind bedeutende, monumentale Ausstellungsgegenstände unseres Museums», erklärt René Hänggi, der Leiter des Vindonissa-Museums in Brugg. Seit einiger Zeit sind diese monumentalen Zeugen aus der Römerzeit, die in der Rückwand der offenen, kreuzgangähnlichen Halle eingemauert worden waren, im Lapidariumsgarten zwischengelagert. Der Grund liegt in der Neugestaltung des Lapidariums, die gewissermassen als zweite Etappe des Museumumbaus jetzt in Angriff genommen werden kann. Dies nicht zuletzt dank der Unterstützung durch Sponsoren, wie René Hänggi dankbar feststellt.

Kontrapunkt zum Museum

Um die Steine vor den Einflüssen der Witterung zu schützen, soll jetzt im nördlichen Bereich des Lapidariumsgartens ein Schutzdach erstellt werden. Das Dach wird auf filigranen Stahstützen ruhen und durch ein Zwischendach mit der bestehenden offenen Halle verbunden. Die Kosten für das Schutzdach – das gewissermassen einen Kontrapunkt zum historischen Museumsbau bilden wird – sind mit 50 000 Franken veranschlagt. Zurzeit liegt das Baugesuch auf. «Bis zum Römertag Anfang Mai soll das Dach stehen», sagt René Hänggi. Und bis im Herbst soll auch die neue Steinausstellung fertig sein.

Unter dem Schutzdach Platz finden werden vor allem der Brunnen, der Hypokaust und der so genannte Muschelfächer. Aber auch die grossen Steinfragmente, von denen man sich, wie René Hänggi sagt, Aufschlüsse über die Entstehungszeit des Amphitheaters verspricht, sollen unter das Dach kommen. In der bestehenden offenen Halle werden die einstigen Bogennischen wieder hergestellt. «Dort wird eine neue Ausstellung Platz finden», erklärt René Hänggi. «Diese Ausstellung befindet sich jetzt aber noch in der Konzeptphase.»