Ein bisschen mehr Prominenz im Brügglifeld

Prominenter Neuling: Baykal Kulaksizoglu. (Emanuel Freudiger)

Baykal

Prominenter Neuling: Baykal Kulaksizoglu. (Emanuel Freudiger)

Der FC Aarau schlägt auf dem Transfermarkt ein weiteres Mal zu und verpflichtet den zentralen Mittelfeldspieler Baykal Kulaksizoglu. Der schweizerisch-türkische Doppelbürger soll Aarau defensive Stabilität vermitteln

Ruedi Kuhn

Und noch ein neues Gesicht beim FC Aarau. Nach den drei unbekannten Stürmern Francis Kioyo, Toni Lehtinen und Aco Stojkov sicherte sich der Tabellenletzte der Super League Anfang dieser Woche die Dienste des 26-jährigen Baykal Kulaksizoglu. Baykal kann sowohl im defensiven Mittelfeld als auch in der Innenverteidigung eingesetzt werden. Gut möglich, dass der 17-fache Schweizer U21-Internationale am Samstag im Heimspiel gegen den FC Zürich bereits zu einem Teileinsatz kommen wird.

Baykal trainierte gestern Nachmittag erstmals im Brügglifeld. Es ist offensichtlich, dass es ihm an der nötigen Kondition und Spielpraxis fehlt. Er hielt sich zuletzt nach eigener Aussage bei Thun und Münsingen fit und hatte sogar einen Privattrainer. Die Verpflichtung von Baykal zeigt, dass die Aarauer Vereinsverantwortlichen die Zeichen der Zeit erkannt haben. Der Neue verfügt nämlich durchaus über die Qualitäten, dem zuletzt arg gebeulten Verein vom Brügglifeld zu helfen.

Baykal spricht nach der Unterschrift unter einen Jahresvertrag von einer fairen Sache für beide Seiten: «Ich kann dem FC Aarau helfen, aus dem Tabellenkeller zu kommen. Und der FC Aarau bietet mir die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln. Ich bin bereit», so Baykal selbstbewusst, «an die Grenzen zu gehen und Verantwortung zu übernehmen. Am nötigen Potenzial fehlt es mir mit Sicherheit nicht.»

Baykals Laufbahn begann im Alter von fünf Jahren beim FC Bethlehem in Bern. 1996 wechselte er zu Bümpliz. Vier Jahre später folgte der erste spektakuläre Transfer zu GC. Nach einer Saison beim FC Basel wechselte er 2006 zum 1. FC Köln, schaffte den Durchbruch beim deutschen Bundesligisten jedoch nicht. Unter Startrainer Christoph Daum kam er nur zu Teileinsätzen. Kurz vor Saison ende zog sich Baykal einen Achillessehnenriss zu. Ende 2007 wurde der Vertrag aufgelöst. Zwischen 2008 und 2009 absolvierte Baykal bei YB 29 Spiele, schoss 2 Tore, konnte sich unter der Führung von Trainer Vladimir Petkovic allerdings keinen Stammplatz erkämpfen.

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