Ein Beitrag, der zur Weiterarbeit ermutigt

Festliche Stimmung in der Löwenscheune im Klosterareal in Wettingen. Inmitten der festlichen Schar Sascha Gerzetti aus Ennetbaden. Er ist der Jüngste, der vom Kuratorium mit einem Beitrag an das künstlerische Schaffen bedacht wird.

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Gespräch2_Baden_Wo51.jpg

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Hubert Keller

Es sind 43 Kulturschaffende, die zusammen 738 000 Franken an individuellen Beiträgen und 51 Ateliermonate entgegennehmen dürfen. Unter ihnen einige aus der Region Baden, wie etwa Theatermann Walter Küng aus Baden oder Schriftstellerin Monica Cantieni aus Wettingen sowie Dichter Sascha Garzetti, der mit dem Beitrag des Aargauer Kuratoriums «zur Weiterarbeit ermutigt werden soll». «Es ist das erste Mal, dass sich eine Jury derart intensiv mit meiner Arbeit auseinandersetzte», sagt der 23-jährige Garzetti. Und dass er auch noch in den engen Kreis derjenigen aufgenommen wird, die einen Beitrag erhalten, versteht er als grosse Anerkennung. Mit den 15 000 Franken möchte er «Raum schaffen», Raum der Ruhe und Inspiration. Wo? «Vielleicht in Skandinavien.» Sascha Garzetti studiert denn auch skandinavische Literatur sowie Deutsch und Geschichte.
Die Beiträge gehen an «Aargauer Künstler». Doch: Gibt es die Aargauer Künstlerin, den Aargauer Künstler? Mit dieser Frage setzte sich Jury-Präsidentin Irene Näf-Kuhn auseinander.
«Die Provinz existiert in einer Zeit von Internet und globalem Medienkonsum nicht mehr», sagte sie. Der Aargau sei Teil eines grossen Ganzen. «Den Aargauer Künstler gibt es nicht», betonte Irene Näf-Kuhn. «Es gibt Kunst, Kultur, die sich im Aargau ereignet und sich über den Aargau hinaus bemerkbar macht.»