Bräuche

Eier, Hexen und Bilby: 15 Besonderheiten rund um Ostern

Die «Nordwestschweiz» wünscht Ihnen frohe Ostern!

Die «Nordwestschweiz» wünscht Ihnen frohe Ostern!

An Ostern wird im Christentum traditionell die Auferstehung Christi gefeiert. Über die Jahrhunderte sind in verschiedenen Teilen der Welt aber auch weitere Bräuche aufgekommen. Wir stellen 15 spannende Besonderheiten rund um Ostern, Eier und Schoggihasen vor.

1. Das grösste essbare Oster-Schokoladenei wurde in einem Einkaufszentrum im italienischen Cortenuova im Jahr 2011 gemessen. Mit seinen 10,39 Metern hätte es sogar eine Giraffe überragt und auch das Gewicht ist mit 7200 Kilogramm beeindruckend – es ist schwerer als ein Elefant. 

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via Guiness World Records

2. Wer keine Lust auf Eier-Färben hat, kann sich auch einfach die Eier der Araucana-Hühner kaufen. Diese tragen nämlich schon natürlich eine blaue Farbe. Die Eigenart, bläuliche Eier zu legen, vererben die Vögel aus Südamerika dominant weiter. Mittlerweile wurden auch Hybridformen gezüchtet.

3. Der US-Präsident veranstaltet jedes Jahr das traditionelle «Easter Egg Roll» auf dem Rasen im Vorgarten des Weissen Hauses. Diese Tradition wurde 1878 vom damaligen US-Präsidenten Rutherford B. Hayes eingeführt. 

Yoga, tanzen und Präsident Barack Obama beim Märchen erzählen

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Höhepunkte des traditionellen Ostereierschiebens im Weissen Haus 2009

4. Den Hasenohren geht es zuerst an den Kragen: 76 Prozent der Schleckmäuler beissen zuerst in die Ohren. Lediglich fünf Prozent «gluschtet» die Füsse am meisten und vier Prozent der Schwanz. 

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5. Noch mehr Fakten rund um Ohren: Ob die Schale eines Eis weiss oder braun wird, ist genetisch bedingt und hängt von der Hühnerrasse ab. Hennen mit weissen Hautlappen unter dem Ohr legen fast immer weisse, solche mit roten legen hauptsächlich braune Eier. 

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6. Wenn Sie beim «Eiertütschen» als Sieger hervorgehen wollen, sollten Sie besonders auf die Härte und Dicke der Eierschale achten. Diese Faktoren hängen neben der Lebensweise und Ernährung auch massgeblich vom Alter des Huhnes ab: Die Eierschale von jungen Hühnern enthält mehr Proteine und ist dadurch stabiler. Eier alter Hühner sind nur halb so belastungsfähig.

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7. Er hat nicht nur anderen Menschen das Fürchten beigebracht, sondern litt auch selbst unter aussergewöhnlichen Ängsten: Der britische Regisseur Alfred Hitchcock hatte Ovophobie – Angst vor Eiern. «Ich fürchte mich vor Eiern – schlimmer noch, sie ekeln mich an. Dieses runde, weiße Ding ohne irgendwelche Löcher. Hat man jemals etwas Widerwärtigeres gesehen als ein Eidotter, das seine gelbe Flüssigkeit verschüttet? Blut ist vergnügt rötlich. Aber Dotter ist gelb, eklig ... ich habe das noch nie probiert», soll der Regisseur gesagt haben.

8. Es ist ein erschreckender Trend, der sich in Asien und Amerika ausgebreitet hat: Zu Ostern werden Küken eingefärbt, die dann als Geschenk an Kinder weitergegeben werden. Viele Sprösslinge verlieren jedoch nach wenigen Tagen das Interesse – vor allem, wenn die Tiere innerhalb einer Woche einen natürlichen Gefiederwechsel vornehmen – und die Küken werden weggeworfen wie altes Spielzeug.

Erschreckender Anblick: So schonungslos werden die Küken gefärbt

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9. Ostern gehört zu den beweglichen Festen, das Datum ist jedes Jahr anders. Der Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Das garantiert, dass es an Karfreitag nie mehr eine Sonnenfinsternis geben kann.

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Kunst auf dem Ei: So schön bemalt wie am Ostermärit in Huttwil sieht man Eier selten:

10. In Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Rumänien besprengen die Männer die Frauen am Ostermontag mit Wasser (in Ungarn mit Parfüm) und «schlagen» sie symbolisch mit einer Art handgemachten Rute, die mit bunten Bändern geschmückt ist. Dem Brauch nach soll so die Gesundheit und Schönheit der Frauen im kommenden Jahr erhalten bleiben.

11. Während ein normales Ei etwa 7 Minuten braucht, bis es hartgekocht ist, dauert es beim Straussenei deutlich länger: Mit einer Grösse von bis zu 20 Zentimetern benötigt es 40 Minuten.

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12. In Schweden und Teilen von Finnland verkleiden sich die Kinder meist am Gründonnerstag, seltener auch am Ostersamstag als Hexen. So ziehen sie von Tür zu Tür. Die Bewohner «bezahlen» sie mit Süssigkeiten, um die bösen Geister zu vertreiben. Der Brauch besagt, dass die Hexen früher am Donnerstag vor Ostern zum Blocksberg (schwedisch Blåkulla) flogen, um mit dem Teufel zu tanzen. 

13. Anlässlich des Welttages zur Überwindung von Armut und Ausgrenzung hat ein Team 2009 in St. Gallen das grösste Rührei der Welt gekocht. Sie verwendeten für ihr Mahl rund 8000 Eier und erhielten dabei eine Masse von 514 Kilogramm. Mittlerweile wurde dieser Weltrekord wieder geknackt. Und zwar in Polen, wo 2014 über 29'000 Eier in der Bratpfanne landeten.

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14. Der Papst verkündet den Ostersegen in über 60 Sprachen.

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15. In Australien bringt nicht der Osterhase die Eier, sondern der Kaninchennasenbeutler – auch Bilby genannt. Dies aus dem Grund, weil der Hase Down Under als Schädling gilt. 

Bildquelle: Maddalena Tomazzoli, zvg, HO, Keystone, AP, Wikimedia

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